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Region NDR Radiophilharmonie: Andrew Manze bleibt bis 2023 Chefdirigent
Nachrichten Kultur Region NDR Radiophilharmonie: Andrew Manze bleibt bis 2023 Chefdirigent
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13:17 22.02.2019
„Ein Tag der Freude“: Andrew Manze verlängert seinen Vertrag bei der NDR Radiophilharmonie. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Der britische Dirigent Andrew Manze bleibt Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie. Bereits zum dritten Mal hat er seinen Vertrag bei dem Orchester vorzeitig verlängert – um zwei Jahre bis 2023. Am Freitagmorgen unterzeichneten der Dirigent eine entsprechende Vereinbarung in Hannover. „Das ist ein Tag der Freude“, sagte NDR-Intendant Lutz Marmor. „Wir freuen uns, dass wir einen so begeisterten und begeisternden Musiker als Chefdirigenten haben.“ Joachim Knuth, Hörfunk-Programmdirektor des Senders, hob hervor, dass die bisherige Zusammenarbeit zwischen Orchester und Dirigent alle Erwartungen übertroffen habe.

„Ich kenne inzwischen eine ganze Reihe von Orchestern“, sagte Manze selbst nach der Unterzeichnung, „dieses ist mir nicht nur das liebste – es ist auch das beste.“ Manze leitet die NDR Radiophilharmonie seit 2014, er übernahm die Chefposition im Funkhaus damals von dem Norweger Eivind Gullberg Jensen, der fünf Jahre in Hannover blieb.

Andrew Manze in Hannover

Eine aufsteigende Dirigentenkarriere

Manze ist 1965 in London geboren und war nach einer großen ersten Karriere als Barockgeiger ab 2006 Chefdirigent des Sinfonieorchesters im schwedischen Helsingborg. Inzwischen zieht seine Karriere immer weitere Kreise: Manze dirigiert regelmäßig das Leipziger Gewandhausorchester, die Münchener Philharmoniker, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und das NDR Elbphilharmonieorchester. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Camerata Salzburg, mit der er in diesem Sommer mehrfach bei den Salzburger Festspielen auftreten wird, und mit dem Royal Liverpool Orchestra, das ihm im vergangenen Jahr zum Ersten Gastdirigenten ernannt hat. In den USA hat er bereits die Philharmoniker in New York und Los Angeles geleitet, im April wird er beim Boston Symphony Orchestra debütieren.

Vielbeachtete Arbeit in Hannover

Besondere Aufmerksamkeit erfährt aber vor allem seine Arbeit in Hannover – durch Gastspiele in Paris, Wien und China sowie durch viel beachtete CD-Produktionen. Die Gesamtaufnahme der Mendelssohn-Sinfonien etwa wurde im vergangenen Jahr unter anderem mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. In der vergangenen Woche ist eine Einspielung der letzten beiden Mozart-Sinfonien erschienen.

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