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Neuer Kalender 2020: Jeden Tag eine andere Bausünde

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17:50 05.08.2019
Architektur, die weh tut. aus dem „Abrisskalender“ Quelle: Du Mont Buchverlag
Deutschland

In 141 Tagen ist Weihnachten. Da kann man ja schon mal an Geschenke denken. Schön ist ja alles, was nicht herumsteht oder gefüttert werden muss. Zum Beispiel ein Abreißkalender. Ist das Jahr vorbei, ist er verschwunden. Und 364 Tage vorher hat man seinen Spaß gehabt.

Böse, böse: Das maskierte Haus. Quelle: DuMont Buchverlag

Einen ganz besonderen Abreißkalender hat der DuMont-Verlag im Programm. Mit dem „Abrisskalender 2020“ (368 Seiten, 366 farbige Abbildungen, zum Hängen und Aufstellen, DuMont, 18 Euro) wird das Abreissen selbst zum Thema.

Kann das weg? Aber ja! Das gilt hier nicht nur für jedes einzelne Blatt, sondern auch für das, was auf den Blättern zu sehen ist. Die Architekturhistorikerin Turit Fröbe hat Bausünden aller Art zusammengetragen. Lauter Schrecklichkeiten, lauter Schandflecke. Tag für Tag ein neues Beispiel für auf fehlende Proportionen, mangelndes Geschichtsbewusstsein, gestalterisches Unvermögen, Protz, Prunksucht und Pöbelei.

Protzig und schmerzhaft: Eingangsbereich für Fahrzeuge und Menschen. Quelle: DuMont Buchverlag

Der Betrachter fragt sich: Was haben sich Architekten dabei gedacht? Wie konnten Bauherren so etwas zulassen, womöglich gar wünschen? Warum hat hier niemand Einhalt geboten? Antworten bietet der Kalender auf diese Fragen nicht. Aber auf die: Kann denn Bauen Sünde sein? Und wie!

Von Ronald Meyer-Arlt

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