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Programm im Haus für jüdische Musik: Das plant die Villa Seligmann 2020

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18:15 30.01.2020
„Wir sind nicht nur ein Haus der Musik“: Eliah Sakakushev-von Bismarck ist Direktor der Villa Seligmann. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Die Villa Seligmann ist mehr als ein Ort für Konzerte in intimer Atmosphäre. Das will der Direktor des Hauses für jüdische Musik, Eliah Sakakushev-von Bismarck, mit dem neuen Jahresprogramm verdeutlichen. „Wir sind nicht nur ein Haus der Musik, sondern auch der Kultur, der Sprachen, des Gedenkens und der Zukunft“, sagt er. „Und wir sind ein Ort der Begegnung.“

Begegnungen werden in der Villa Seligmann auch in diesem Jahr stattfinden, dafür sorgen gut 30 öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 70 Künstlern. Unter anderem plant Sakakushev-von Bismarck zwei Ausstellungen, Lesungen, Hausführungen und Feste. Im Fokus des Programms stehen drei Konzertreihen. „Musik ist eine Sprache, die jeder versteht“, sagt der Direktor.

Das Jahresprogramm in der Übersicht:

Im Februar ist die Wanderausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ in der Villa Seligmann zu sehen. Das Angebot richtet sich vor allem an hannoversche Schulen, an zwei Terminen öffnet die Ausstellung auch für die Öffentlichkeit: am Freitag, 14. Februar, und Mittwoch, 26. Februar, jeweils von 13.30 bis 15.30 Uhr. Zudem finden im Rahmen der Ausstellungen Lesungen statt – am 13., 20. und 27. Februar, jeweils um 19 Uhr. Anmeldungen für alle Termine sind unter hannover@freiheit.org möglich.

Von Purim bis Chanukka: Die beiden Konzertreihen „Mismor“ und „Kammermusik“ führen die Besucher durch den jüdischen Feiertagskalender. Musikalisch, aber auch bei Gesprächen und Podiumsdiskussionen stellt die Villa Seligmann die Hintergründe des Jahreszyklus vor. Zu den Highlights zählt ein Kammerkonzert mit der Sopranistin Carmen Fuggiss, einem Pantomimen und einer anschließenden Podiumsdiskussion – am 23. April ab 18.30 Uhr in der Markuskirche.

Die Verbindung von Religionen und Kulturen steht im Fokus der Konzertreihe „Foscari“. Vier Konzerte wird das in Hannover ansässige Ensemble Concerto Foscari in diesem Jahr in der Villa Seligmann spielen – am 14. Mai, 2. Juli, 3. September und 12. November.

Ein Höhepunkt unter den Konzerten wird der Auftritt der Mezzosopranistin Vesselina Kasarova am 11. Oktober sein. Die Sängerin tauscht dabei die große Opernbühne mit dem intimen Rahmen der Villa. Dort singt sie ein Programm mit zeitgenössischen Werken, die einen jüdischen Bezug haben.

Eine weitere Ausstellung ist ab dem 15. April bis zum Jahresende zu sehen. „Etwas Unerhörtes bis dahin“ behandelt den Orgelstreik im Judentum und veranschaulicht, wie die Orgel zu einem Instrument der Synagoge wurde.

Info: Karten für die Veranstaltungen in der Villa Seligmann, Hohenzollernstraße 39, gibt es unter anderem in den HAZ-Ticketshops oder unter (05 11) 12 12 33 33. Für die Konzertreihen sind auch Abo-Karten erhältlich. Weitere Infos unter villa-seligmann.de.

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