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So war das Weihnachtskonzert von Vicky Leandros in Hannover

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18:30 28.11.2019
Rührt das Publikum: Vicky Leandros in der Markuskirche. Quelle: foto: Navid Bookani
Hannover

Sie ist noch immer ein Star, ohne Wenn und Aber. Mit 55 Millionen verkauften Tonträgern insgesamt zählt sie ganz sicher zu den prägenden Stimmen der deutschen Populärkultur: Vicky Leandros. Als sie in ihrem schwarzen, eng anliegenden Kleid mit seinen modischen Trompetenärmeln, aus denen königlich-goldenes Ornament herausblitzt, den Altarraum der Markuskirche betrat, wogten sofort die ersten Begeisterungsstürme durch das Kirchenschiff.

Ihre aktuelle Mission: „Das Weihnachtskonzert“ nach Hannover bringen.

Die Bilder vom Weihnachtskonzert von Vicky Leandros in der Markuskirche von Hannover.

Die Markuskirche war zusammen mit Bo Heart (Piano), Johannes Wennrich (Gitarre) und Lothar Atwell (Bass und Blasinstrumente), ihrem begleitenden Trio, der diesjährige Start ihrer Weihnachtstournee. Die Folgeorte werden davon profitieren, denn so ganz ausgegoren war der Start in der noch vorweihnachtlich schlichten Markuskirche nicht.

Gleichwohl, das ist Pflicht und Vorrecht von Fans, waren fast alle Zuschauer restlos begeistert. Mit Ovationen im Stehen gab das Publikum am Ende des Konzerts seinem Dank deutlichen Nachdruck. Vicky Leandros lud die gut 500 Besucher des Konzertes immer wieder zum Mitsingen ein. Zum Intonieren von „Stille Nacht, heilige Nacht“, von „Leise rieselt der Schnee“, oder auch zum euphorischen Anstimmen des nicht wirklich zu Weihnachten passenden Leandros-Hits mit Therapiewirkung, zum Singen von „Ich liebe das Leben“.

Nicht alles läuft glatt

Überhört wurde dabei voller vorweihnachtlicher Sanftmut, dass ihre Stimme immer mal wieder nicht die bekannte Form erreichte, dass das Trio noch nicht bestens abgestimmt war, dass die Aussteuerung in der hallenartigen neoromanischen Markuskirche dann und wann deutlich mehr Feingefühl gebraucht hätte.

Dass letztlich die Lichtregie nicht wirklich stimmte, bemerkte dann auch Vicky Leandros mit deutlichen Worten. Damit meinte sie allerdings nicht das eigenartige Hintergrundlicht von leicht teuflischem Rot oder die mal auch gelben Lichtkegel oder das finale, jedenfalls keineswegs vorweihnachtliche Violett (mit welchem Eventmanager gingen da wohl die Schieberegler durch?), sondern schlicht, dass sie nicht mehr ihren Spickzettel lesen konnte. Da half dann allerdings schnell die Brille.

Publikum ist gerührt

Doch all diese Widrigkeiten konnten die Stimmung des Publikums nicht trüben, „Little Drummer Boy“, „Amazing Grace“ oder das schottische „Auld Lang Syne“ rührten offensichtlich die Herzen aller.

Von Frank G. Kurzhals

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