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Tagung: Stiftung Niedersachsen fördert Künstliche Intelligenz

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15:27 09.05.2019
Roboter im Theater: Stefan Kaegi von Rimini Protokoll hat eine Produktion mit einem Roboterdouble des Schriftstellers Thomas Melle entwickelt. Auf der Tagung berichtet er darüber. Quelle: Uncanny Valley, © Rimini Protokolll
Hannover

„Kann künstliche Intelligenz Kultur?“ das ist die Kern- und Leitfrage eines neuen Förderprogramms der Stiftung Niedersachsen. Während Künstliche Intelligenz (KI) längst in der Wirtschaft und Industrie angekommen ist, tun sich Kulturschaffende mit dem Thema noch schwer. Das will die Stiftung Niedersachsen ändern. Und zwar mit dem „link“-Programm, das die Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz in Kunst und Kultur voranbringen will. Die Stiftung Niedersachsen ist hier ganz vorn dabei; keine andere Kulturstiftung beschäftigt sich so intensiv mit diesem Thema.

KI-Schule für Kulturschaffende

Zum Auftakt des Programms gibt es ein zweitägiges Symposium (am 15. und 16. Mai) in Hannover. Als zweiten Schritt will die Stiftung eine „KI-Schule für Kulturschaffende“ einrichten, bei denen ausgelotet werden soll, wo und wie Künstliche Intelligenz bei der Kulturarbeit helfen kann. In einer dritten Phase sollen im Sommer 2020 „Projekttandems“ an den Start gehen, in denen Künstler mit Praktikern aus Internet-Start-Ups kooperieren. Lavinia Francke, die Generalsekretätin der Stiftung Niedersachsen, sagte bei der Vorstellung des Programms: „Kunst und Kultur bestimmen die Zukunft mit, deshalb dürfen wir das Thema Künstliche Intelligenz nicht der Wirtschaft und der Wissenschaft allein überlassen.“

Damit nicht nur Fachleute und interessierte Kulturschaffende (die unter der Adresse link@stnds.de noch Restkarten für das Symposium buchen können) über Künstliche Intelligenz und Kultur diskutieren, öffnet sich das Künstlerhaus in der Sophienstraße am Mittwoch, 15. Mai dem Publikum mit einem KI-Abend. Der Kunstverein lädt um 19 Uhr zur Kuratorenführung durch seine Ausstellung „Artistic Intelligence“, im Literaturhaus liest Timo Daum um 19.30 Uhr aus „Die Künstliche Intelligenz des Kapitals“ und das Kino im Künstlerhaus zeigt um 20.15 Uhr den Thriller „Ex Machina“ von Alex Garland aus dem Jahr 2015. Darin geht es um eine Künstliche Intelligenz, die versucht, ihrem Gefängnis zu entfliehen.

Der Film ist Teil der Reihe „Künstliche Intelligenz im Film“, die das Kommunale Kino bereits sein Anfang Mai (und noch bis zum 3. Juni) zeigt. Die Reihe macht auch deutlich, dass sich das Kino schon seit Langem intensiv mit dem Thema befasst.

Von Ronald Meyer-Arlt

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