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Region „Autoland“ am Staatstheater Braunschweig
Nachrichten Kultur Region „Autoland“ am Staatstheater Braunschweig
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01:15 20.03.2019
Von der Rolle: Szene mit Johannes Kienast (links) und Götz van Ooyen. Quelle: Joseph Ruben
Braunschweig

Die Zukunft der Mobilität ist ein wichtiges Thema, dem sich nun auch das Staatstheater Braunschweig gestellt hat. „Autoland“ heißt das Stück der Regisseurin Nina Gühlstorff und ihrer Theatergruppe Aka:Nyx, das nun am Kleinen Haus als Uraufführung zu sehen war.

In einem fiktiven Kongress beleuchten Ingenieure, Zukunftsforscher, Politiker und Aktivisten darin die Schwierigkeiten und Chancen auf dem Weg zum autonomen, elektrischen Fahren. Anders als bei der Gruppe Rimini Protokoll, die als Pioniere des dokumentarischen Theaters meist reale Fachleute als „Experten des Alltags“ auf die Bühne bringen, gibt es in Braunschweig nur Schauspieler.

Schwierige Zukunftsfragen

Entsprechend flach sind die Informationen, man erfährt wenig, was man nicht ohnehin gewusst hätte. Die meisten Zuschauer dürften auch so im Thema sein: Das Braunschweiger Land versteht sich seit Langem als Autoland – schließlich stand hier und nicht in Wolfsburg das erste Volkswagenwerk.

Sehr unterhaltsam ist das trotzdem – auch, weil die Zuschauer mit Abstimmungsgeräten direkt in die Vorträge einbezogen sind. Richtigen Schwung bekommt der Abend, wenn Argumente und Gegenargumente sich zu der Erkenntnis verdichten, dass es schwierig ist, über Zukunftsfragen zu entscheiden. Dann fallen die Schauspieler in fröhlicher Eskalation aus ihren Kongressrollen und sind plötzlich Barockfürst oder Autowaschanlage. Wird schon werden mit der Zukunft.

Die nächsten Vorstellungen sind am 23. März, 4. und 26. April sowie am 3., 16. und 26. Mai.

Von Stefan Arndt

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