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Spielzeit Die Stunde der Schlagzeuger
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00:00 24.04.2015
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Hannover

Olivier Messiaens faszinierende Komposition „Éclairs sur l’Au-Delà …“ ist gleichsam die Summe seines Schaffens. Ein letztes Mal lässt er die Farben seiner unverwechselbaren Klangpalette aufleuchten.

Ungewöhnlich ist das Werk auch wegen seiner gewaltigen Orchesterbesetzung und speziell wegen des großen Schlagzeugapparates, der allein vierzehn Spieler fordert. Da das Niedersächsische Staatsorchester nicht so viele Schlagzeuger zur Verfügung hat, mussten für das Sinfoniekonzert zusätzlich Kollegen anderer Orchester aus ganz Deutschland engagiert werden, unter anderem von der NDR Radiophilharmonie, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Dresdner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester Münster, der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Philharmonie Südwestfalen und dem WDR Sinfonieorchester.

Diese Schlagzeuger präsentieren sich im Anschluss an das Sinfoniekonzert am 3. Mai im Opernhaus mit einem spektakulären Konzert, das ausschließlich ihrem vielfältigen Instrumentarium gewidmet ist. Während das Schlagzeug - und dazu gehören nicht nur Trommeln und Pauken, sondern beispielsweise auch Mallet-Instrumente mit definierten Tonhöhen wie Xylofon oder Vibrafon - in älterer Musik vor allem zur Akzentuierung und Färbung der Melodieinstrumente dienten, haben Komponisten seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerade in den Grenzregionen zwischen Ton und Geräusch eine völlig neue und eigenständige Klangwelt entdeckt.

Der französisch-amerikanische Komponist und Klangpionier Edgard Varèse war mit seinem 1931 entstandenen Stück „Ionisation“ einer der Ersten, die eine reine Schlagzeugbesetzung verwendet haben. Messiaen, der die Musik von Varèse sehr schätzte, hat zwar selbst kein rein perkussives Stück geschrieben, aber er war der Lehrer und Inspirator jüngerer Komponisten wie Iannis Xenakis, Karlheinz Stockhausen oder Gérard Grisey, deren Schlagzeugwerke das breite Klang- und Ausdrucksspektrum dieser Instrumente beweisen.

Neben den Originalkompositionen dieser Komponisten haben die Schlagzeuger selbst immer wieder Stücke für ihr Instrumentarium arrangiert und damit ihr Repertoire erweitert. Und es ist frappierend, wie selbstverständlich sich ein virtuoses Klavierstück von Maurice Ravel oder ein Tango von Astor Piazzolla auf das Schlagzeug übertragen lässt und dabei in völlig neuem Klanggewand erscheint.

6. SINFONIEKONZERT Olivier Messiaen: Éclairs sur l’Au-Delà ... (1987–91) Sonntag, 3. Mai, 17 Uhr, und Montag, 4. Mai, 19.30 Uhr, Opernhaus Schlagzeugkonzert Sonntag, 3. Mai, 20 Uhr, Opernhaus Für Besucher des 6. Sinfoniekonzerts am 3. Mai gelten ermäßigte Sonderpreise für das Schlagzeugkonzert.

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