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Spielzeit Herz über Kopf
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00:00 26.02.2016
Die Spuren führen nach Athen: In „Evros Walk Water“ arbeitet Daniel Wetzel mit Jugendlichen, die geflüchtet sind. Quelle: Daniel Ammann
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Hannover

Für Ingo Metzmacher ist es ein Heimspiel. Der Pianist und international erprobte Chefdirigent namhafter Orchester, von 2007 bis 2010 etwa war er Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, ist in Hannover geboren und hat in seiner Heimatstadt, in Salzburg und Köln studiert. Mit großer Liebe zur Musik und zur Leinestadt möchte er die „Kunstfestspiele Herrenhausen“ nun auch in die Stadtgesellschaft hineintragen: Von der barocken Sommerresidenz mit Konzerten, Musiktheater, Performances und Installationen gibt es diesmal auch Verzweigungen hinein in die Innenstadt, zum frisch sanierten Kuppelsaal, zur neuen Chorkirche, der Christuskirche in der Nordstadt, und zur Hochschule für Musik, Theater und Medien am Emmichplatz. Ein „Hörfest für alle Sinne“, betont der neue Festivalchef. „Wir zeigen hier Dinge, die wir selbst gern erleben.“ Zu den Höhepunkten gehören die „Gurre Lieder“ von Arnold Schönberg für 400 Sänger mit zehn hannoverschen Chören, der NDR Radiophilharmonie, dem Orchester der Musikhochschule und den Solisten Anja Kampe, Stephen Gould und Thomas Quasthoff am 15. Mai, 11 Uhr, im Kuppelsaal. Das Parkett steht dann allen Besuchern offen: Die Karten kosten 14 Euro bei freier Platzwahl.

Ein Festival, das - Herz über Kopf - die zeitgenössischen Künste präsentiert: Etwa mit der Video-Oper „Three Tales“ von Steve Reich und seiner Frau, der Videokünstlerin Beryl Korot, am 13. Mai, 20 Uhr, in der Hochschule für Musik, Theater und Medien. Am 19. Mai, 20 Uhr, wird „See you on the other side“ - Musiktheater von Matthias Mohr mit Texten von Stefan George und Musik von Arnold Schönberg um 20 Uhr in der Orangerie uraufgeführt. Daniel Wetzel (Rimini Protokoll) kommt mit seinem Cage-Re-Enactment „Evros Walk Water“ am 28. und 29. Mai in die Orangerie.

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Das Vorspiel beginnt am 21. April mit „Resonanzen“, mit Klanginstallationen, die den Großen Garten auch „hörbar“ machen sollen. Mit einem Nachtkonzert am 28. Mai ab 23 Uhr bis in den Morgen hinein klingen die ersten „Kunstfestspiele Herrenhausen“ unter Metzmacher langsam aus, der neue Chef wird selbst am Klavier sitzen - und Musik von Erik Satie spielen. Erstmals wird in Herrenhausen auch ein Spiegelzelt aufgestellt - mit eigenem Programm und als Treffpunkt für Besucher und Künstler in „lockerer Atmosphäre“. Dz

Infos und Karten unter Telefon (05 11) 16 84 99 94 und www.kunstfestspiele.de

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