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Spielzeit Historischer Geist auf modernen Instrumenten
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00:00 30.10.2015
Ton Koopman, Spezialist für historisch informierte Aufführungspraxis, erkundet mit dem ?Niedersächsischen Staatsorchester das frühe Repertoire der Sinfonischen Musik. Quelle: Eddy Posthuma de Boer
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Hannover

Zu den Pionieren der Bewegung um die sogenannte „historisch informierte Aufführungspraxis“ gehört der Dirigent des 3. Sinfoniekonzerts des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover: der Niederländer Ton Koopman. Nachdem er sich lange auf die Musik des Barock und der Klassik spezialisiert und hauptsächlich mit Ensembles mit historischen Instrumenten gearbeitet hat, wendet er sich inzwischen verstärkt modernen Orchestern zu. Auch für Koopman selbst war dies ein spannender Entdeckungsprozess: Es geht ihm, dem engagierten Pädagogen, nicht darum, diese Orchester zu einer barocken Spielweise „umzuerziehen“. Vielmehr sucht er nach Wegen, den musikalischen Geist der Werke auch auf einem modernen Instrumentarium hörbar zu machen.

In seiner Programmauswahl für das Niedersächsische Staatsorchester spürt er mit Bachs Orchestersuite Nr. 1 den Wurzeln der sinfonischen Orchestermusik nach. Über eine frühe Sinfonie Mozarts verfolgt er diese Entwicklung bis zu einer der reifsten Sinfonien der Wiener Klassik: Joseph Haydns effektvolle Sinfonie „mit dem Paukenwirbel“, deren überraschender Paukenwirbel zur Eröffnung der Sinfonie die Ohren öffnet für Klänge, die bereits auf Ludwig van Beethovens Sinfonien vorausweisen.

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Christopher Baumann

3. SINFONIEKONZERT Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 1 C-Dur BWV 1066 (ca. 1719/20) Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 20 D-Dur KV 133 (1772) Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur „Mit dem Paukenwirbel“ Hob. I:103 (1795) Dirigent Ton Koopman 29. November, 17 Uhr 30. November, 19.30 Uhr Kurzeinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Foyer

Ton Koopman (Foto) studierte Orgel, Cembalo und Musikwissenschaft in Amsterdam und wurde in beiden Instrumenten mit dem Prix d’Excellence ausgezeichnet. Interessiert an der historischen Aufführungspraxis mit authentischen Musikinstrumenten und fasziniert vom Barock-Zeitalter, gründete Koopman mit 25 Jahren sein erstes Barock-Orchester, 1979 dann das Amsterdam Baroque Orchestra, dem 1992 der Amsterdam Baroque Choir folgte. Ton Koopman war als Organist, Cembalist und Dirigent an allen bedeutenden Konzerthäusern der Welt zu Gast, außerdem bei so renommierten Klangkörpern wie den Berliner Philharmonikern, dem BR-Orchester München, Tonhalle Orchester Zürich, den Wiener Symphonikern und der San Francisco Symphony. Von 1994 bis 2004 nahm Ton Koopman alle Kantaten von Johann Sebastian Bach auf und erhielt dafür zahlreiche Preise.

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