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Kultur 10.000 Musikfans erleben die „Aida Night of the Proms“
Nachrichten Kultur 10.000 Musikfans erleben die „Aida Night of the Proms“
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23:30 20.12.2012
Deutscher Rock aus der Eifel: Jupiter Jones sind durch ihr Lied „Still“ bekannt geworden. Quelle: Behrens
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Hannover

Es muss ein großer Abend für den Soulsänger Seal im vergangenen Jahr gewesen sein. Als der letzte Ton gesungen war, kannte sein Lob kaum eine Grenze: „Night of the Proms ist eine der schönsten Erfahrungen, die ich als Musiker in meinem Leben gemacht habe.“ Das soll was heißen, schließlich ist der Musiker mehrfach mit dem Grammy ausgezeichnet worden. Am Donnerstagabend in der TUI Arena auf der Expo-Plaza tönten wieder kräftige Stimmen von der Bühne. Und auch sie verzauberten die Zuschauer in der ausverkauften Halle.

10.000 Zuschauer verfolgten die „Aida Night of the Proms“ in der TUI Arena.

Naturally 7, eine siebenköpfige Band aus New York, eröffnete den Abend mit ihrer ganz eigenen Version des Phil-Collins-Klassikers „In the Air Tonight“. Unterstützt vom großen Orchester Il Novecento – 75 Musiker, geführt von Robert Groslot, die keine Grenzen zwischen Genres zu kennen scheinen. Die Sinfonisten spielten faszinierend, wechselten mühelos zwischen Popmusik und Klassik. Dabei braucht die A-cappella-Band Naturally 7 eigentlich gar keine Hilfe und erst recht keine musikalische Begleitung. Ihr Instrument ist ihr Mund – in Perfektion.

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Auf eine gewaltige orchestrale Untermalung konnte sich auch die Indierockband Jupiter Jones verlassen. Sie begann ihre Liedliste mit der aktuellen Single „Nordpol-Südpol“.

Einen ganz besonderen Auftritt hatte der junge niederländische Harfist Remy van Kesteren. Er zupfte auf seinem Instrument Popsongs, so sanft wie virtuos. Moderator Uwe Bahn ehrte die US-Sängerin Anastacia, die nach ihrer langen Krebserkrankung langsam den Weg zurück auf die Bühnen findet. Sie sei die „Rose der Abends“. Am Flügel spielte John Miles, der die „Night“ seit 25 Jahren begleitet, seinen Welthit „Music (Was My First Love)“. Romantisch wurde es bei „If You Don’t Know Me By Now“ von Simply-Red-Stimme Mick Hucknall – für viele das Highlight des Abends. Belohnt wurde Hucknall vom Publikum mit Textsicherheit.

Felix Klabe