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Kultur 9000 Fans in Hannover lachen über Mario Barth
Nachrichten Kultur 9000 Fans in Hannover lachen über Mario Barth
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16:36 05.11.2009
Der Typ von nebenan: Mario Barth. Quelle: Wilde
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Über Männer und Frauen lässt sich viel sagen. Zum Beispiel „Männer sind Schweine, Frauen aber auch!“ oder „Männer sind primitiv, aber glücklich!“ Oder auch: „Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch!“ Alles schon gesagt – und zwar von Mario Barth.

Deutschlands erfolgreichster Komiker füllt mit seinen Ansichten zu den Unterschieden zwischen Mann und Frau die Hallen. Mit dem dritten Teil seiner Trilogie gastiert er jetzt in der TUI Arena in Hannover. Mittwoch, Donnerstag, Fraiteg: jeden Tag volles Haus, jeden Tag schwer begeisterte Zuschauer. Und die TUI Arena ist kein Kellerklub: 8800 Zuschauer passen in den Saal, da hat der Barth an drei Tagen eine größere Kleinstadt beglückt.

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Flugs wurden neue Termine nachgeschoben: Zwei Shows sind im März kommenden Jahres geplant – und auch schon ausverkauft. Wer Barth sehen will und noch keine Karte hat, muss sich sputen. Für seine Show am 20. November 2010 gibt es noch einige Karten. Wohl nicht mehr lange: „Ich gehe davon aus, dass sich das Thema noch vor Weihnachten erledigt haben wird“, sagt Karsten Seifert von der Agentur Hannover Concerts.

Nicht zu fassen, eigentlich. Oder doch?

Marios Welt ist die Welt seiner Zuschauer. Man kennt das alles: Frauen, die zu lange reden, McRibbs, die im Magen drücken, Ampeln, die zu lange rot sind. Barth sagt, wie es ist. Und das macht er unheimlich komisch. Am besten ist er, wenn er improvisiert. Ein Zuschauer namens Raffael dürfte sich noch lange daran erinnern. Raffael musste während der Show kurz mal raus – und Barth stiftete seine 8800 Zuschauer dazu an, den jungen Mann zu veralbern. Man spielte ihm vor, er sei so lange fortgewesen, dass der Zugabenteil schon begonnen hätte. Hier war Barth ganz in seinem Element: witzig, verspielt, ja wahnsinnig. Sehr komisch.

Der Rest war nicht immer so. Die Witze aus dem Fäkalbereich waren eher blöd, aber so ist er eben, der Mario, der Typ von nebenan. Er bringt die Wirklichkeit zwar nicht immer auf die Pointe, aber immerhin meist auf den Punkt. Seine Kunst ist nicht das Hervorbringen feinzisellierter Wortwitze oder zarter Andeutungen – dazu ist alles, was er macht, zu laut, zu derb, zu handfest. Seine Kunst ist das Herstellen von Nähe. Darin ist er ein Meister. Er ist ein moderner Jedermann, ein guter Bekannter, ein Kumpel, manchem vielleicht ein Freund.

Von Roland Meyer-Arlt

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