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Kultur Achim Reichels Krautsalat schmeckt etwas fad
Nachrichten Kultur Achim Reichels Krautsalat schmeckt etwas fad
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00:31 13.04.2018
Hannover - Theater am Aegi: Achim Reichel & Machines German Psychedelic - Foto Tim Schaarschmidt Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Fast fünf Jahrzehnte huldigte lediglich ein kleiner Kreis Eingeweihter den Pioniertaten von Achim Reichels Krautrock-Projekt A.R. and Machines. Nach einem Comeback in der Elbphilharmonie im letzten Jahr präsentiert der ehemalige Rattles-Sänger seine Kraut-Retrospektive am Dienstagabend im Theater am Aegi. Die Wiederauferstehung der Musik um das legendäre Erstlingswerk von 1971 –Die Grüne Reise – fällt dabei deutlich harmloser aus, als der originale, psychedelisch-schmissige Siebzigersound. Ganz in weiß und unterstützt von (Studio-)Musikern in ordentlichen, ebenfalls weißen Hemden, spielt Reichel die Rythmusgitarre über die geremixten  Soundfetzen aus einer anderen Zeit – in  der Krautrocker keine weissen Hemden trugen. Auch die projizierte Lava-Lampe und Reichels spürbare Lust am Jam vermögen diesen Riss zwischen den Dimensionen nicht zu kitten.

Arbeit am Mythos

„Leute wie Brian Eno bezeichnen mich heute rückblickend als Erfinder des Loopings“, schmiedet Reichel vor Beginn des Konzerts mit am eigenen Mythos. Das er dabei live eine beinahe sterile Version seines Post-Rattles-Werks aufführt ist schade, ist Die Grüne Reise doch tatsächlich ein Rockalbum dessen Entdeckung sich auch 2018 lohnt. Reduziert auf den meditativen Trance-Faktor schmeckt Reichels Krautsalat insgesamt etwas fad und taugt eher für die Chillout-Zone einer Goa-Party denn als Rock-Retrospektive.

Von Mario Moers

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