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14:22 15.02.2015
Foto: Andreas Bourani spielt im Capitol Hannover. Quelle: Behrens
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Hannover

Passen würde es ja, zu seinem Lied, zum Lied des Jahres 2014, zu dem Lied, das heute viele hören wollen. Doch zunächst gibt es keinen Fußball im Capitol. Andreas Bourani, 31 Jahre alt, den dunklen Wuschelkopf längst kurz geschoren, startet mit anderen Liedern aus „Hey“, seinem neuen Album. „Wieder am Leben“ ist ein schöner Beginn, für „Mit der Zeit“ setzt sich Bourani auf einen Barhocker, und trübsalt, dass die Geduld sein Schwert sei. Das Lied „Auf anderen Wegen“ singen die fast 2000 Fans im Capitol inbrünstig mit. Es ist eines seiner stärkeren Lieder, hat Tempowechsel, und mit dem Herzschlag-„Dam Dam“ ein sanftes Element.

Andreas Bourani schrieb mit „Auf uns“ die Hymne dieses Sommers und nachdem bereits seine Herbsttournee mit ausverkauften Shows und zahlreichen Verlegungen in größere Hallen ein überragender Erfolg war, entwickelt sich der Vorverkauf für seine ausgedehnte Tour im Januar und Februar ebenfalls zum Superhit.

Gegen Ende des Abends im Capitol, nach einigen schönen Songs und einigen Füllstücken, die die Fans aber wohlwollend begleiten, setzt sich Andreas Bourani ans Klavier. Ein paar Fans schauen erst erfreut, dann ein bisschen fürchtend, der Mann auf der Bühne könnte seinen Überhit nur als Akustikversion spielen. Doch dann kommt „(Ein Hoch) Auf uns“ in voller Klangbreite, und da leuchten dann auch die Flutlichtmasten auf der Bühne. Dieser Popsong funktioniert - nicht nur, weil er sich den stilbildenden Streicherpart bei Coldplays „Viva La Vida“ abgeschaut hat. So halbgar manches Bild im Text auch ist, wenn bei den Endorphinen Feuerwerk ist etwa, so massenkompatibel ist dieses Lied über die Lust am Leben, ein gesungenes „Alles wird gut“.

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Bourani singt das Lied mit der Stimme eines nuschelnden Predigers, als würden sich Xavier Naidoo und Herbert Grönemeyer ein Mikro teilen. „Wer friert uns diesen Moment ein?“, das denken sich viele der begeisterten Zuschauer im Capitol. Die Antwort ist „Ich“, und so ist die Dichte an Selfies und wackligen Bühnenfotos an diesem Abend deutlich höher als im Capitol-Jahresschnitt.

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