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Kultur „Armored“: Räuber und Pechvogel
Nachrichten Kultur „Armored“: Räuber und Pechvogel
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23:32 03.02.2010
Von Ernst Corinth
Szene aus „Armored“
Szene aus „Armored“ Quelle: Sony Pictures
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­„Armored“ ein Actionfilm, den der amerikanisch-ungarische Regisseur Nimród Antal inszeniert hat, der zuletzt 2007 mit „Motel“ bei Horrorfreunden punktete und dessen Science-Fiction-Spektakel „Predators“ im Sommer in die Kinos kommen soll.

Nun jedoch erst einmal „Armored“, ein solider Gangsterfilm, der wenig Überraschendes zu bieten hat – sieht man einmal von der prominenten Besetzung mit Matt Dillon, Jean Reno und Laurence Fishburne ab. Im Mittelpunkt steht Columbus Short, der den hochdekorierten Irakveteranen und jetzigen Sicherheitsmann Ty Hackett verkörpert.

In Tys Leben folgt eine Katastrophe auf die nächste: Seine Eltern sind kürzlich verstorben, Ty hat ihre Schulden geerbt, seinem Haus droht die Pfändung durch eine Bank. Und das Jugendamt möchte seinen bei ihm wohnenden minderjährigen Bruder in ein Jugendheim sperren.

Gut 20 Minuten des nur gut 80 Minuten langen Films dauert die Einführung in Tys Leben. Wir lernen seinen Charakter und seine Ängste kennen. Dann jedoch scheinen sich die Filmemacher kaum noch für ihren traurigen Helden zu interessieren. Es folgt ein Actionspektakel der eher schnöden Art. Es geht um 42 Millionen Dollar, die Tys Kumpel stehlen möchten. Sie arbeiten alle für dieselbe ­Sicherheitsfirma und wollen nun die Chance ihres Lebens nutzen.

Ty macht nur zögerlich mit. Er will, dass der Raub ohne Gewalt über die Bühne geht. Doch dann bekommt er kalte Füße. Und außerdem läuft beim Überfall alles schief. Davon aber erzählt der Regisseur nach dem überzeugenden Anfang eher uninspiriert, es gibt zudem einige unlogische Wendungen. Schade, wenn ein Filmemacher mit einer so spielstarken Männerriege so wenig anfangen kann.

Männer unter sich:
 Solider Actionfilm
 mit starker Besetzung.
 Cinemaxx Nikolaistraße.