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Kultur FIAC wird immer internationaler
Nachrichten Kultur FIAC wird immer internationaler
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15:46 23.10.2014
Foto: „Rückspiegel“, ein Kunstwerk des Belgiers Jan Fabre, auf der International Contemporary Art Fair (FIAC).
„Rückspiegel“, ein Kunstwerk des Belgiers Jan Fabre, auf der International Contemporary Art Fair (FIAC). Quelle: Christophe Karaba
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Paris

Die bis zu diesem Sonntag (26. Oktober) dauernde FIAC strebt danach, neben der Art Basel zur bedeutendsten internationalen Leitmesse zu werden. Ihren ersten US-Ableger in Los Angeles will die FIAC im März 2015 eröffnen.
Ein Blick auf die ersten Aussteller im lichtdurchfluteten Grand Palais bestätigt: Die Die Foire internationale d'art contemporaine (FIAC) wird immer gewichtiger und internationaler. Gagosian, Hauser & Wirth, Thaddaeus Ropac, Yvon Lambert, White Cube, Karsten Greve und Thomas Zander bieten Künstler wie Louise Bourgeois, Georg Baselitz, Cecily Brown, Robert Rauschenberg oder Roni Horn an. Mit Galerien aus 26 Ländern, darunter Mexiko, Japan und Vereinigte Arabische Emirate, ist die Messe auch internationaler denn je.

Seit zwei Jahren spielt Neugerriemschneider aus Berlin mit. Vergangenes Jahr ragte ein sieben Meter hoher Baum des Chinesen Ai Weiwei in der Galerie die Höhe. Dieses Jahr sorgt die Solo-Show von Olafur Eliasson für Andrang. Der 47-jährige Künstler ist derzeit in aller Munde. Für die vor wenigen Tagen eingeweihte spektakuläre Kunststiftung Louis Vuitton am Rande von Paris hat der Däne eine monumentale Spiegel- und Lichtinstallation geschaffen. Den Preis von Eliassons „The New Planet“ - eine tränenförmige, golden leuchtende Installation - will man bei Neugerriemschneider nicht an die große Glocke hängen.

„Die FIAC ist eine gute Messe. Das liegt an der Leitung, die Paris attraktiv gemacht hat, aber auch am Gebäude“, meinte Burkhard Riemschneider, Mitbegründer der Berliner Galerie. Das Grand Palais gehöre mit dem langgestreckten Biennale-Pavillon von Oscar Niemeyer in São Paulo zu den schönsten Messestandorten.

Nachwuchs durch (OFF)ICIELLE

Seit diesem Jahr findet die FIAC nicht mehr nur unter der über 40 Meter hohen Glaskuppel des Grand Palais statt. Erstmals gehört zum Pariser Branchentreffen auch die Nebenmesse (OFF)ICIELLE. Sie ist für junge Galeristen bestimmt, ähnlich wie die „Liste - The Young Art Fair“, eine der ältesten Satellitenmessen der Art Basel. Die (OFF)ICIELLE vereint mehr als 65 Aussteller, darunter auch sechs Kunsthändler aus Deutschand.

Die weltweit größte Kunstmesse Art Basel dient der FIAC-Leiterin Jennifer Flay seit Jahren schon als Vorbild. An das Umsatzvolumen komme die FIAC nicht heran, aber an das Image. Ihr gehe es um Qualität und darum, dass Aussteller und Kunsthändler zufrieden sind, wie die gebürtige Neuseeländerin sagte. Ob die jungen Aussteller in der Cité für Mode und Design auf ihre Kosten kommen werden, zeigen die nächsten Tage. An Platz mangelt es in dem ehemaligen Industrielager in den Docks an der Seine nicht.

Seit 2012 gehört die mit schlangenförmigen grünen Röhren verzierte Cité zu den Hotspots in Paris. Darüber, dass die (OFF)ICIELLE nicht in unmittelbarer Nähe zum Grand Palais liegt, soll ein FIAC-to-FIAC-Boot auf der Seine hinwegtrösten, das zwischen den beiden Messeorten den Transport garantiert.

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