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Kultur Ausstellung über Hannovers Herrscher auf Englands Thron
Nachrichten Kultur Ausstellung über Hannovers Herrscher auf Englands Thron
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17:15 08.12.2009
Landesausstellung über Hannovers Herrscher auf Englands Thron. Quelle: ddp

Die Ausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714 - 1837“ soll die Geschichte Niedersachsens vom späten 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts unter mehreren gesellschaftlichen und politischen Aspekten darstellen, wie Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Dienstag in Hannover sagte.

2014 jährt sich der Aufstieg des hannoverschen Kurfürsten Georg Ludwig zum König von England zum 300. Mal. Bis 1837 regierten fünf welfische Herrscher 123 Jahre lang von London aus die beiden Reiche. Diese Personalunion sei in Teilen von weltgeschichtlicher Bedeutung, sagte Wulff. Die Schau soll ihren Mittelpunkt im neu aufgebauten Schloss Herrenhausen in Hannover haben, dessen Fertigstellung für 2012 erwartet wird. Daneben kündigten die Veranstalter vier „Satellitenausstellungen“ in Hannover, Braunschweig, Wolfenbüttel und Celle an.

Die Schau erfordert den Angaben zufolge umfangreiche Vorarbeiten und internationale Abstimmungen. Die Mitarbeiter der sechs beteiligten Museen sowie zahlreiche Fachhistoriker arbeiten gemeinsam an dem Projekt.

Themen der Ausstellung sind nach Angaben der Veranstalter Gesellschaft und politische Kultur, Wirtschaftsthemen, Entwicklungen in Kirche, Kunst und Wissenschaft sowie Architektur, Musik und der Bereich Wohnkultur und Mode. Wulff hob hervor, bei der Mode habe es „nachweislich eine gegenseitige Beeinflussung“ zwischen Niedersachsen und anderen Ländern in der Welt gegeben. So sei es etwa für Schüler interessant zu entdecken, dass die Bekleidung afrikanischer Sklaven in Amerika während des 18. Jahrhunderts in der Region Osnabrück produziert wurde. „Wir fragen dabei auch nach dem Zusammenhang zwischen der Aufklärung und Menschenrechtsverletzungen“, betonte er.

Das Land will für die Ausstellung 5,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Möglicherweise wird auch das niedersächsische Münzkabinett im Rahmen der Schau zu sehen sein. Wulff sagte auf die Frage, ob das Münzkabinett im Rahmen der Landesausstellung zu sehen sein werde, „bei gutem Willen aller Beteiligten“ könne er dies am Dienstag nächster Woche mit einem „Ja“ beantworten. Die Entscheidung wolle er dann zeitnah publik machen. Das Land Niedersachsen und mehrere Stiftungen verhandeln seit Monaten mit dem Eigentümer Deutsche Bank über den Kauf des wertvollen Kulturgutes.

Der britische Botschafter in Deutschland, Michael Arthur, ließ in einem Grußwort ausrichten, die historischen Beziehungen zwischen Hannover und England seien „ein faszinierendes Thema“. Er erinnerte an die „liebgewonnene Tradition aus Deutschland“ im Hause Windsor, sich an Weihnachten bereits an Heiligabend zu beschenken und nicht wie in England üblich erst am Vormittag des ersten Weihnachtstages.

ddp

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