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10:09 02.08.2014
Foto: Hoffen auf die virtuelle Hilfe von Fans: die Band Ich Kann Fliegen.
Hoffen auf die virtuelle Hilfe von Fans: die Band Ich Kann Fliegen. Quelle: Felix Schledding
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Hannover

Wer fliegen kann, kann auch Alben produzieren. Allerdings nicht ganz ohne fremde Hilfe. Nach der Trennung von ihrer Plattenfirma nimmt die Band Ich Kann Fliegen die Produktion ihres zweiten Albums selbst in die Hand. Um „Alles Flimmert“ in die Musikläden zu bringen, sammeln die vier Indierocker jetzt 25.000 Euro über die Crowdfunding-Plattform Startnext. Seit dem 28. Juli haben sie bereits mehr als 4000 Euro gesammelt. Für Sponsoren gibt es kein Risiko, wohl aber für die Band. Wenn sie die Summe nicht bis Ende September zusammenbekommen, geht das Geld zurück an die Unterstützer – und das Projekt ist erst mal gestorben.

„Wir haben die Songs, Bock darauf und fast alles, was wir sonst noch brauchen“, sagt Gitarrist Niko Stege. Schon gleich nach ihrem Debütalbum sei den Hannoveranern klar gewesen: „Das nächste Album produzieren wir selber.“ Die nötigen Kontakte habe die Band dazu bereits geknüpft. Nur eines fehlt den Rockern noch, nämlich das nötige Geld. „Um ein fettes Album zu produzieren, brauchen wir mindestes 25.000 Euro – und die Promotion ist da gar nicht drin“, sagt Bassist Niklas Kubitschke. Also kam die Idee des Crowdfundings.

Die Hilfe der Fans ist der Band auf jeden Fall lieber als ein weiterer Vertrag bei einem Musiklabel. Dort hatten sie schlechte Erfahrungen gemacht, nachdem sie 2009 bei Universal Music unterschrieben hatten. „Im Frühjahr 2009 waren wir Vorband für Silbermond, da sind die Labels auf uns aufmerksam geworden“, sagt Bassist Niklas Kubitschke

Für die ehemalige Schülerband, die sich 2006 an der Schillerschule formiert hatte, schien das wie der große Wurf. Es dauerte allerdings Jahre, bis es das Debütalbum „Ich Kann Fliegen“ endlich auf den Markt schaffte. Erst nachdem die Hannoveraner einen fulminanten dritten Platz bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest 2012 erreicht hatten, kam Universal in die Gänge. Danach ließ der Konzern den Vertrag auslaufen.

Die vier Hannoveraner versprechen eine transparente Produktion. Die Kosten haben sie für ihre Sponsoren genau aufgeschlüsselt. Teuerster Punkt sind Studio und Produzent mit 9000 Euro. 4200 Euro kosten Herstellung und Versand der Geschenke für die Startnext-Unterstützer. Die erhalten je nach Sponsoringsumme eine entsprechende Gegenleistung. Das reicht von der digitalen Einzelplatte über exklusive Konzertbesuche bis zum Wohnzimmerkonzert.

Zu Gast auf dem Fährmannsfest

Ich Kann Fliegen spielt am Sonnabend auf dem Fährmannsfest außer alten Hits ein paar Songs, die es auf das neue Album schaffen könnten. Ab 18.30 Uhr stehen sie auf der Musikbühne.

Christian Link

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