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Kultur Begeisterung über Neufassung von „Metropolis“
Nachrichten Kultur Begeisterung über Neufassung von „Metropolis“
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12:03 13.02.2010
2000 Filmbegeisterte sahen bei Minustemperaturen den Stummfilm-Klassiker "Metropolis" am Brandenburgertor in Berlin. Quelle: dpa
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Am Brandenburger Tor und im Friedrichstadtpalast in Berlin sowie in der Alten Oper in Frankfurt zeigte sich das Publikum bewegt, das legendäre Meisterwerk von Fritz Lang erstmals seit mehr als 80 Jahren wieder in einer fast kompletten Fassung zu sehen. Arte übertrug die Premiere live.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nannte den Film vor den rund 2000 Gästen der Berlinale-Gala im Friedrichstadtpalast ein „Juwel unseres nationalen kulturellen Erbes“. Nicht ohne Grund habe die UNESCO das Meisterwerk des Kinos der Weimarer Zeit in das Kulturerbe-Register aufgenommen. Besonderen Beifall erntete das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das unter Leitung von Dirigent Frank Strobel die Filmmusik von Gottfried Huppertz live einspielte.

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Am Brandenburger Tor harrten derweil trotz Minustemperaturen und leichtem Schneefall rund 2000 Menschen aus, um die Übertragung zu verfolgen. Dick vermummt, Thermoskannen voller heißer Getränke im Arm, sahen Berliner und Touristen, wie eine Riesenleinwand hinter einem etwa 300 Quadratmeter großen bunten Vorhang enthüllt wurde. Die Designerin Christina Kim hatte das Kunstwerk aus recycelten Film- und Berlinale-Werbetafeln, DVDs und anderen Kino-Materialien genäht.
Zur Galavorführung in Frankfurt kam auch eine der beiden argentinischen Cineasten, die vor zwei Jahren eine Originalkopie des Films entdeckt und mit dem Sensationsfund die Restaurierung erst möglich gemacht hatten. Für die Live-Musik sorgte das Staatsorchester Braunschweig unter Leitung von Helmut Imig.

Die Neufassung des Films sei eine Chance, der Menschheit ein Stück Kultur zurückzugeben, sagte Helmut Poßmann von der Murnau-Stiftung in Wiesbaden, die für die aufwendige Rekonstruktion verantwortlich zeichnet. Hessens Ministerpräsident Roland Koch sagte, der Film mit seinem Konfliktthema Mensch und Maschine sei immer noch eine „intellektuelle Anregung“.

„Metropolis“, die Geschichte um eine futuristische Stadt, deren Bewohner in eine reiche und eine arme Klasse unterteilt sind, war bald nach der Uraufführung 1927 um fast eine halbe Stunde gekürzt worden, weil der Film an den Kinokassen nicht ankam. Die herausgeschnittenen Szenen galten jahrzehntelang als verschollen, bis 2008 im städtischen Filmmuseum von Buenos Aires eine - allerdings arg lädierte - Originalfassung entdeckt wurde.

dpa

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