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Kultur Bruno Ganz als Gangster bei der Berlinale
Nachrichten Kultur Bruno Ganz als Gangster bei der Berlinale
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18:58 10.02.2014
Der Regisseur Hans Petter Moland (l-r) und die Schauspieler Bruno Ganz und Stellan Skarsgard posieren beim Photocall des Films „Kraftidioten“ am Montag auf der Berlinale. Quelle: dpa
Berlin

Der 72-Jährige Bruno Ganz („Der Untergang“, „Nachtzug nach Lissabon“) war am Montag neben dem Schweden Stellan Skarsgård in „Kraftidioten“ (In Order of Disappearance) zu sehen, einer schwarzhumorigen Geschichte im Drogenmilieu. Deutlich ernstere Töne schlug dagegen der chinesische Beitrag „Blind Massage“ an. Regisseur Lou Ye, der für seine früheren regimekritischen Werke in China mehrfach Arbeitsverbote erhielt, wählt darin einen subtilen Weg, um soziale Missstände aufzuzeigen.

Am 6. Februar ist die diesjährige Berlinale mit dem Eröffnungsfilm "The Grand Budapest Hotel" in Berlin gestartet. Bis zum 16. Februar flanieren zahlreiche deutsche und internationale Schauspieler über den roten Teppich.

Sein Sozialdrama erzählt von einer Gruppe blinder Masseurinnen und Masseure im modernen China. Sie leben zwar von der Gesellschaft fast völlig abgeschottet, stellen gleichzeitig aber auch ein Abbild von ihr dar. Neben Freundschaften und Liebesbeziehungen gehören Ausgrenzung, Isolation, Kriminalität, Betrug und Gewalt dazu. Lou Ye, der vor gut zehn Jahren mit „Summer Palace“ die Ereignisse rund um das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens von 1989 kritisch beleuchtete, drehte dieses Mal mit sehbehinderten und sehenden Laien- und Profidarstellern.

Der Streifen „Kraftidioten“ des Norwegers Hans Petter Moland dreht sich um einen Vater (Skarsgård, der am Wochenende auch in Lars von Triers „Nymphomaniac Volume 1“-Film zu sehen war), der die Schuldigen für den Tod seines Sohnes sucht. Er gerät ins Drogenmilieu und bringt zwei rivalisierende Banden gegeneinander auf. Einer dieser Gangsterbosse wird von Bruno Ganz gespielt. Mit starken Überzeichnungen treibt Moland seine Gewaltspirale immer weiter an, was zwar nicht immer wirklich ausbalanciert, dafür aber über weite Strecken durchaus unterhaltsam ist.

Bei den 64. Filmfestspielen konkurrieren 20 Filme im Wettbewerb, davon vier aus Deutschland. Diesen Dienstag zeigt Regisseurin Feo Aladag den in Afghanistan spielenden Beitrag „Zwischen Welten“ mit Ronald Zehrfeld. Die Preise werden am Samstag vergeben.

dpa

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