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Kultur Das Weihnachtskonzert des Mädchenchores in der Marktkirche
Nachrichten Kultur Das Weihnachtskonzert des Mädchenchores in der Marktkirche
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00:15 20.12.2017
Weihnachtskonzert des Mädchenchores in der Marktkirche. Quelle: (c) Foto: Schaarschmist
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Hannover

 Eine neue Situation: Zum ersten Mal bedankte sich der Mädchenchor Hannover nach einem Konzert bei seiner Doppelspitze Gudrun Schröfel und Andreas Felber. Oft war die Rede gewesen über die gute Kooperation zwischen der langjährigen Chorleiterin und ihrem designierten Nachfolger. Dass diese nun bei den beiden Weihnachtskonzerten in der Marktkirche gut funktionierte würde, konnte man erwarten. Doch wie Gudrun Schröfel und Andreas Felber dabei auf gleicher Wellenlänge agierten, überraschte dann doch. 

Mehrere Wechsel beim Dirigieren zeigten Unterschiede in der Zeichengebung. Gemeinsam ist aber beiden die Lust auf das Auskosten melodischer Phrasen, auf spannendes Austarieren der Klangbalance und das Ausbalancieren feinnerviger Rhythmusstrukturen. Da zeigte Andreas Felber etwa bei „Christkindleins Wiegendlied“ sein Faible für farbigen Chorklang, Gudrun Schröfel wiederum setzte auf dynamisch unnachahmliche Artikulation in „Es ist ein Ros entsprungen“. Was sich hier in eher chorischen Miniaturen an Detailstrukturen widerspiegelte, zeigte sich auf hohem Niveau aber auch in größeren Zusammenhängen.

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In der Marktkirche hat der Mädchenchor Hannover wieder einmal beim Weihnachtskonzert geglänzt. 

Dazu gehört das „auf „Linie“ singen und dennoch den Chorklang schwingen zu lassen. Hier scheinen Gudrun Schröfel und Andreas Felber zwei gemeinsame Ideale zu haben. Mozarts (von Felber geleitete) Missa brevis in B erklang mit entsprechendem Esprit. Und im romantischen Programmblock des zweiten Konzertteils mit Weihnachtsliedern von Peter Cornelius und Engelbert Humperdinck überboten sich die beiden Dirigenten geradezu bei der Ausgestaltung klangfarblicher Schattierungen. Nicht nur hier setzte das vorzügliche Ensemble Oktoplus entscheidende Akzente. Auch Sopranistin Katharina Held, Marktkirchenorganist Ulfert Smid und der Nachwuchschor unter Georg Schönwälder trugen ihren Teil zu diesem Konzert bei.

Auf Nachfrage hieß es, dass es mit der Doppelspitze erst einmal weitergehen soll: „Solange wir dazu Lust haben“. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit scheint gewährleistet. Die Weihnachtskonzerte 2018 kündigen schon jetzt beide Namen an.

Von Günter Helms

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