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Kultur Schwarze Kunst
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21:07 16.07.2015
Von Daniel Alexander Schacht
Foto: Ganz schön schauerlich – Christopher Gundermanns Ausstellungsbeitrag.
Ganz schön schauerlich – Christopher Gundermanns Ausstellungsbeitrag.
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Hannover

Da steht eine dralle Göre. Hat zwei Körbe geschultert. Und lächelt. Auf den ersten Blick unschuldig. Doch aus ihrem Herzen wächst Stacheldraht, aus ihren Augen dringen unheimliche Strahlen, und ihre Körbe quellen über vor lauter Totenschädeln. Wer so etwas zu Papier bringt, demonstriert damit, dass er die Schwarze Kunst gleich in mehrerer Hinsicht beherrscht. Denn souverän wird dabei nicht nur augenzwinkernd mit schauerromantischen Motiven, sondern auch mit druckgrafischen Techniken hantiert. Und dass das Ganze auch noch zu der Progrock-Metal-Soul-Kombo Elder & Mos Generator passt, ist Christopher Gundermann durchaus wichtig.

Der Schöpfer dieses Siebdrucks, mit dem für eine Musikveranstaltung geworben wird, studiert Mediendesign an der Hochschule Hannover. Und er gehört dort zu den Studierenden, die derzeit auf dem zweiten Balkon weit oben im Designcenter an der Expo-Plaza ihre Werke ausstellen. „Hier werden Arbeiten aus der übergreifenden Lehre gezeigt“, sagt Dorothee Weinlich, Professorin für interdisziplinäre Designgrundlagen. Zunächst um handwerkliche Grundlagen geht es bei der Ausbildung in der Fakultät Medien, Information und Design. Und nach den Worten von Fakultätsdekan Wilfried Köpcke dokumentiert die Ausstellung  „Überblick“ auch genau das, nämlich das Entstehen einer übergreifenden Kompetenz für „experimentelles Entwerfen“.

Zu sehen sind in dieser Ausstellung auf insgesamt 20 Metern Wandfläche rund um einen weißen Quader vor allem Grafikarbeiten, Siebdruckwerke wie das von Christopher Gundermann, Radiertechniken und grafologische Arbeiten. Auf zwei Monitoren werden außerdem Rauminstallationen und Performances gezeigt, und die Ausstellungsbesucher bekommen Einblick in den Studienalltag dieser Fakultät. Dass es in diesem Alltag ganz schön kreativ zugeht – davon kann man sich bei dieser Ausstellung einen Eindruck verschaffen. Und auch davon, dass mancher Student hier schon ganz konkrete Zukunftsvisionen hat. „Am liebsten“, sagt Christopher Gundermann, „würde ich weiterhin Plakate für Musikbands gestalten.“

„Überblick“. Ausstellung von Studierenden der Fakultät Medien, Information und Design, Designcenter, Expo Plaza 2. 

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