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Kultur Auszeichnung für  hannoversche Künstlerin
Nachrichten Kultur Auszeichnung für  hannoversche Künstlerin
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19:57 23.01.2018
Preisgekrönt: Julia Schmid (rechts) mit SPD-Fraktionschefin Hanne Modder vor Schmids Bild „Wenzelsplatz“ (2012). Quelle: Schaarschmidt
Hannover

 Sie hat den Blick fürs Detail, sie beobachtet genau, und sie hält Gesehenes ebenso so vielfältig wie präzise fest: Julia Schmid, die bereits mehrfach ausgezeichnete Künstlerin, hat jetzt auch den Kunstpreis der SPD-Landtagsfraktion erhalten. Schmids Werk, das immer wieder um das Spannungsfeld von Natur in der Stadt, aber auch von Naturzerstörung durch die Stadt kreis, lässt sich nach Auffassung von Anne Prenzler, im hannoverschen Kulturbüro für bildende Kunst zuständig, mit Begriffen wie „Opulenz“ und „Strenge“, „Virtuosität“ und „Reflexion“ beschreiben. Mit solchen Worten hat Prenzler jetzt bei ihrer Rede zur Verleihung des Preises im Kunstverein die 1969 geborene Künstlerin gewürdigt und deren Arbeiten als „wunderbar, klug, horizonterweiternd“ gelobt. 

Hinzu kommt zweifellos noch ein durchaus forschungsorientiertes und experimentelles Vorgehen Schmids bei der künstlerischen Arbeit. Dafür geht die Absolventin der HBK Braunschweig in wissenschaftliche Sammlungen, Museen oder legt auch große Distanzen zurück. So hat sie für ihre Malerei „Zwei Kilometer Helsinki/Madrid“ jeweils gründlich in der finnischen und in der spanischen Hauptstadt Objekte gesammelt und minutiös abgebildet. Und für ihr Werk „Wölfe in der Stadt“ hat sie in Museen quer durch Europa recherchiert, darunter auch im Landesmuseum Hannover – sozusagen auf der Suche nach dem Spannungsverhältnis zwischen Wolfsdarstellung und Wolfswirklichkeit.

Der mit 5500 Euro dotierte Preis ist Schmid am Dienstag im Kunstverein von SPD-Fraktionschefin Johanne Modder überreicht worden. Neben der gastgebenden Kunstvereinschefin Kathleen Rahn nahmen viele Kunstinteressierte an der Verleihung teil. Unter anderem waren der Künstler Timm Ulrichs, Sprengel-Museumsdirektor Reinhard Spieler und sein Vorgänger Ulrich Krempel dabei – ebenso wie viele Sozialdemokraten, darunter Landtagspräsidentin Gabriele Andretta und ihr Vorgänger Rolf Wernstedt, die Minister Grant Hendrik Tonne und Boris Pistorius sowie die ehemaligen Kabinettsmitglieder Christina Bührmann, Wolfgang Jüttner und Peter-Jürgen Schneider

 

Von Daniel Alexander Schacht

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