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Kultur Die Musikhochschule feiert Robert Schumann
Nachrichten Kultur Die Musikhochschule feiert Robert Schumann
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13:54 01.11.2010
Von Stefan Arndt
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Es waren die letzten glücklichen Tage seines Lebens: Im Januar 1854 reiste Robert Schumann zusammen mit seiner Frau Clara für elf Tage nach Hannover, um dort die Bekanntschaft mit Joseph Joachim, dem jungen Konzertmeister des königlichen Orchesters, und dessen Freund Johannes Brahms zu vertiefen. Man musizierte gemeinsam, war, wie das Reisetagebuch der Schumanns verzeichnet, „sehr fröhlich“ und fand sogar den König und die Königin „sehr leutselig und freundlich“. Zurück in Düsseldorf kippte die Stimmung des Komponisten: Am 27. Februar stürzte sich Schumann in den Rhein und wurde daraufhin in eine Nervenheilanstalt gebracht, wo er zwei Jahre später geistig umnachtet starb.

An der Musikhochschule erinnert man nun unter der künstlerischen Leitung des Pianisten Jan Philip Schulze an die glücklichen Tage in Hannover und feiert bis zum 10. November ein „Liederfest“ zu Schumanns Ehren. Im Mittelpunkt steht dabei die Gattung, in der Schumann die meisten Meisterwerke schuf: das Kunstlied. Zum Auftakt stellten Studenten aus Schulzes Lied(begleiter)klasse erste Werke vor – begleitet wurden die Sänger auf einem weich und füllig tönenden historischen Flügel, wie ihn auch Georg V. bei Schumanns Besuch besessen hatte.

Am 1. Noverber um 19.30 Uhr singen unter anderem Peter Anton Ling, Ania Vegry und Simon Bode die zyklischen Werke vom „Liederkreis“ bis zur „Dichterliebe“ in der Hochschule. Am 6. November gibt die Sopranistin Juliane Banse einen Liederabend im Kleinen Sendesaal des Funkhauses; dazu kommen Vorträge, Kinderkonzerte und am 2. November um 16.30 Uhr der "Hannover-Spaziergang auf Schumanns Spuren"; Karten und Infos unter Telefon (05 11) 3 10 03 33.