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Kultur Elke Heidenreich stellt neues Musikbuch vor
Nachrichten Kultur Elke Heidenreich stellt neues Musikbuch vor
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11:43 30.09.2010
Von Ronald Meyer-Arlt
Ganz oder gar nicht: Elke Heidenreich. Quelle: Kristoffer Finn

Witziges Titelbild: Das Ende eines ­gigantischen Musikinstruments ragt durch ein Fenster in ein Schlafgemach. Direkt vor dem Schalltrichter schläft ein Mann in seinem Bett. Noch.

Das Bild hat der 2004 verstorbene Zeichner Bernd Pfarr gemalt. Es ist auf dem Titel von „Ein Traum von Musik“ zu sehen – und es passt zur Herausgeberin des Buches: Elke Heidenreich. Sie ist – auch nach dem Ende ihrer Fernsehsendung „Lesen!“ noch – eine der lautesten, druckvollsten Literaturvermittlerinnen des Landes. Über Literatur spricht sie nur mit Ausrufungszeichen. Sie liebt, wie romantisch veranlagte Frauen gern lieben wollen: ganz oder gar nicht. Also meistens ganz. Und immer so, dass alle das mitkriegen.

Seit dem Ende ihrer Fernsehtätigkeit gibt sie eine Reihe mit Büchern zur Musik heraus. Den jüngsten Band, „Ein Traum von Musik“, hat sie jetzt im Schauspielhaus vorgestellt. Mit dabei waren der Pianist Marc-Aurel Floros sowie Maren Kroymann und Wolfgang Rüb, die jeweils eine Musikgeschichte zur Anthologie beigesteuert haben. Wolfgang Rüb, Musiklehrer an der Musikschule in Weißenfels, las eine kuriose Erzählung über einen jungen Mann, der hofft, übers Klavierspielen eine Freundin zu bekommen. Am Ende gelingt ihm das auch, aber es ist doch anders als erwartet. Rüb ist ein kluger Komiker; manchmal wagt er sich auch ins Groteske – und das ist zum Brüllen komisch. Der Autor ist eine großartige Entdeckung von Elke Heidenreich.

Maren Kroymann braucht nicht mehr entdeckt zu werden. Die Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin las „Vom Mädel zum Fräulein, vom Fräulein zur Frau“ – eine Lebensgeschichte mit musikalischen Bezügen. Mit Weihnachtsliedern beginnt die musikalische Autobiografie, und mit einem Weihnachtslied endet sie auch. Da sitzt ihre alte, an Demenz erkrankte Mutter noch einmal am Klavier und versucht „Es ist ein Ros entsprungen“ zu spielen. Und alle weinen.

Das war das wunderbare Ende eines vorwiegend heiteren Abends, der Lust machte auf Heidenreichs Reihe – und auf Musik.

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