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Kultur Fatih Akin gewinnt erneut Norddeutschen Filmpreis
Nachrichten Kultur Fatih Akin gewinnt erneut Norddeutschen Filmpreis
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16:52 07.11.2010
Filmproduzent Klaus Maeck (l) und Regisseur Fatih Akim.
Filmproduzent Klaus Maeck (l) und Regisseur Fatih Akim. Quelle: dpa
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Im vergangenen Jahr hatte Akin den mit 10 000 Euro ausgestatteten Preis in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ erhalten. Zum letzten Mal wurde am Sonnabend in Lübeck die Auszeichnung zusammen mit den Preisen der Nordischen Filmtage vergeben. Der mit insgesamt 75 000 Euro dotierte Preis, der seit 2007 von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein in fünf Kategorien vergeben wird, steht vor dem Aus. Schleswig-Holstein hat seinen Anteil von rund 120 000 Euro für Preisgelder und Gala gestrichen.

Von den ebenfalls bei der Filmpreisnacht vergebenen Auszeichnungen der 52. Nordischen Filmtage ging der mit 12 000 Euro dotierte Spielfilmpreis des NDR an Pernilla Augusts Sozialdrama „Der Schweinestall“.

Hamburgs Kultursenator Reinhard Stuth (CDU) und Schleswig- Holsteins Kulturminister Ekkehard Klug (FDP) überreichten vor rund 800 geladenen Gästen den Filmpreis für besondere Verdienste an die Schauspieler Jan Fedder und Axel Milberg. Das norddeutsche Talent im Doppelpack zeichne sich durch enorme schauspielerische Vielfalt und typisch norddeutschen Charme aus, sagten die Laudatoren. Klug und Stuth mussten sich wegen der massiven Streichungen in den Kulturetats Buhrufe gefallen lassen.

Die 52. Nordischen Filmtage Lübeck gingen am Sonntag mit einem Besucherrekord zu Ende. Rund 27 000 Zuschauer sahen in den vergangenen fünf Tagen 140 Filme aus Skandinavien, dem Baltikum und Norddeutschland. Die finanzielle Grundlage des Festivals sei auch für 2011 gesichert, sagte Intendantin Christine Berg.

Der Preis für das beste Drehbuch ging in diesem Jahr an Niki Stein für sein Buch zu „Bis nichts mehr bleibt“, einen Film über einen Scientology-Aussteiger. Als beste Dokumentation wurde der Film „Zwiebelfische. Jimmy Ernst Glückstadt - New York“ von Christian Bau und Artur Dieckhoff ausgezeichnet (15 000 Euro). Die Produzenten von „Bella Block: Vorsehung“ erhielten den Preis für den besten Fernsehfilm (20 000 Euro), dessen Regisseur Max Färberböck einen Sonderpreis für die Regie erhielt.

Der isländische Beitrag für die Nordischen Filmtage, die Tragikomödie „Ein gutes Herz“ des Regisseurs Dagur Kári, wurde mit dem Publikumspreis der „Lübecker Nachrichten“ ausgezeichnet, der mit 5000 Euro dotiert ist. Die Zuschauer des Festivals kürten die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem grantigen Barbesitzer und einem obdachlosen Jugendlichen zu ihrem Lieblingsfilm.

dpa

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Uwe Janssen 06.11.2010