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Kultur Die drei vom Hamburger Hafen
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00:15 04.02.2014
Spaß bei der Arbeit: Fettes Brot in der Swiss-Life-Hall. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Eigentlich könnte man Doktor Renz, Björn Beton und König Boris schon fast als Opas bezeichnen. Natürlich sind die drei Pinneberger nicht Großväter im eigentlichen Sinn. Aber das Trio, das als Fettes Brot auf der Bühne steht, gehört eindeutig zur Großvatergeneration des deutschen Hip-Hops. Dass sich die drei seit mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten durch die Konzerthallen der Republik rappen, merkt man ihnen aber nicht wirklich an. Die „Brote“ werden nicht müde, auf Partysafari zu gehen. Und so springen sie mal wieder auf der Bühne der Swiss-Life-Hall herum, bis die karierten Hemden komplett durchgeschwitzt sind – gerade so, als würden sie demnächst erst 20 Jahre alt werden und nicht schon 40.

Hip-Hop-Sound in der Swiss Life Hall: Die drei Jungs von Fettes Brot touren mit ihrem neuesten Album "3 is ne Party" durch Deutschland. Am Freitagabend rappten sie in Hannover.

Ihre Käppis sitzen heute auch noch genauso schief auf den Köpfen wie 1995, als Fettes Brot mit dem Song „Nordisch by Nature“ ein Radiohit und der Durchbruch gelang. Natürlich darf dieser Song auch 2014 nicht in der Setliste fehlen. Doch eigentlich sind die Jungs mit dem aktuellen Album „3 is ne Party“ auf Deutschlandtour. Die Einladung dazu fanden die Fans direkt auf der Platte, die gewohnt ironisch, humorvoll und tanzbar ist: Im Song „Kannste kommen“ bitten Martin Vandreier, Boris Lauterbach und Björn Warns, wie sie eigentlich heißen, in bester Rap-Manier zur Sprechsing- und Beatboxsause.

Die 5000 Gäste in der vollen Swiss-Life-Hall erwartet ein Abend mit viel Krach-Pop-Rap und Remmidemmi, so wie es der Albumtitel auch verspricht. Das Trio und seine Band sind alte Hasen, die wissen, wie man das Publikum bei Laune hält – und auch durch die eine oder andere kleine Senke führt: Wenn die Stimmung bei den neuen Songs noch nicht ganz überschäumen will, hauen sie einfach ihre Klassiker raus: Bei „Emanuela“, „Jein“ und „Da draußen“ erheben sich auch die mitgealterten Fans erster Stunde auf der Tribüne von ihren Sitzschalen. Vom unbestuhlten, wogenden Innenraum in der Mehrzweckhalle ganz zu schweigen.

Textsicher sind sie sowieso alle, und die typischen Hip-Hop-Bewegungen mit ausgestrecktem Arm, der zum Beat mitwippt, gehört natürlich dazu. Auch wenn es Muskelkater gibt. Denn schon der Herr mit Bart im Vorprogramm, MC Fitti, hatte den Move zuvor fleißig mit der Masse eingeübt. Der Trash-Rapper („30 Grad“, „Whatsapper“) begleitet Fettes Brot als Support-Act auf der Tour.

Aber nicht nur er: Irgendwann sind auch noch andere da – zumindest im Geiste: Mit einem Medley aus den großen Songs der deutschen Hip-Hop-Geschichte huldigen die Pinneberger gegen Ende ihrer Show Genrekollegen wie den Fantastischen Vier, Blumentopf oder Sido. Und plötzlich wirkt diese Zeitreise trotz aller Partylaune sogar ein bisschen melancholisch.

Opas dürfen aber schon mal schwermütig werden.

Von Isabell Rollenhagen

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