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Kultur Filmfest Hamburg zeigt Werke aus 41 Ländern
Nachrichten Kultur Filmfest Hamburg zeigt Werke aus 41 Ländern
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15:36 14.09.2011
Filmfest Hamburg zeigt Werke aus 41 Ländern. Quelle: dpa
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Hamburg

Es beginnt mit einem „Auf Wiedersehen“: Der gleichnamige Streifen aus dem Iran eröffnet in diesem Jahr das Filmfest Hamburg. „Ein harter und sehr ernster Film“, sagte Festivalchef Albert Wiederspiel bei der Programmvorstellung des zehntägigen Filmfests (29.9.-8.10.). Der beim Festival in Cannes uraufgeführte Beitrag von Mohammad Rasoulof erzählt von einer Anwältin im Iran, die sich zur Ausreise entschließt und daraufhin vom Regime mit Schikanen überzogen wird. „Unser Abschlussfilm wird dafür umso versöhnlicher“, betonte Wiederspiel. Dann soll das französische Drama „Monsieur Lazhar“ von Philippe Falardeau über eine Schulklasse und ihren Lehrer gezeigt werden - „mit den besten Kinderdarstellern, die ich je gesehen habe“, meinte Wiederspiel.

Insgesamt 151 Produktionen aus 41 Ländern flimmern während des Festivals in sechs Kinos der Hansestadt über die Leinwand. Auffallend viele Filme beschäftigten sich momentan mit Politik. Die Hamburger Filmfestmacher entschieden sich diesmal für den Schwerpunkt „Macht“. So gehört etwa der französische Film „The Conquest“ (Xavier Durringer) über den Aufstieg Nicolas Sarkozys zum Staatspräsidenten Frankreichs zum Programm. „Interessant und ein bisschen traurig ist allerdings, dass wir keinen deutschen Film über aktuelle Politik finden konnten“, meinte Wiederspiel.

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In elf Sektionen haben die Filmfestmacher die Beiträge unterteilt, darunter wieder „Agenda“ als größten Bereich mit 39 Filmen aus aller Welt. In der Reihe „Nordlichter“ stechen diesmal laut Wiederspiel „Porträts von außergewöhnlichen Leuten an außergewöhnlichen Orten“ heraus, darunter ein Film über fünf Landfrauen in Schleswig-Holstein, die sich regelmäßig zum Bingo treffen, sowie ein Beitrag über die Fans des FC St. Pauli. Außerdem gibt es spezielle Reihen für französisch-, spanisch- und portugiesischsprachige Produktionen. Insgesamt seien 38 Dokumentarfilme im Programm, „das ist viel für ein Spielfilmfestival“, sagte Wiederspiel.

Dank eines Sponsors habe man diesmal 30 Streifen selbst mit Untertiteln versehen können, berichtete der Filmfestchef. „Dadurch sind nun 73 Filme deutschsprachig oder mit deutschen Untertiteln versehen“, erklärte er und hoffte, „damit auch neue Publikumsschichten gewinnen zu können“.

Zwei Preisträger stehen indessen schon vorher fest: Regisseur Andreas Dresen („Sommer vorm Balkon“) und sein langjähriger Produzent Peter Rommel erhalten am 1. Oktober den Douglas-Sirk Preis. Die renommierte Auszeichnung für Verdienste um die Filmkultur geht erstmals an Preisträger aus Deutschland.

dpa

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