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Kultur „The Equalizer 2“: Denzel Washington als Rächer
Nachrichten Kultur „The Equalizer 2“: Denzel Washington als Rächer
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18:03 14.08.2018
Auf ihn ist Verlass: Robert McCall (Denzel Washington, l.).
Auf ihn ist Verlass: Robert McCall (Denzel Washington, l.). Quelle: Sony
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Hannover

Bisher hatte es Oscarpreisträger Denzel Washington vermieden, in Fortsetzungsfilmen mitzuspielen. Doch nun hat er diesen Vorsatz gebrochen und ist zum zweiten Mal nach 2014 als ehemaliger US-Agent Robert McCall als „The Equalizer“ zu sehen.

Zumindest der finanzielle Erfolg gibt ihm Recht: In den USA ist Antoine Fuquas Actionknaller am Startwochenende ganz oben in den Kino-Charts gelandet, obwohl die Handlung alles andere als originell, bisweilen sogar unfreiwillig komisch ist. Immerhin gelingt es Washington, seiner recht schablonenhaften Rolle als Rächer der Bedürftigen und Enterbten ein wenig Charisma zu verleihen.

Der gute Mann von nebenan hats noch drauf

Sein Robert McCall arbeitet inzwischen als Fahrer für die Online-Taxi-Firma Lyft und kümmert sich aufopferungsvoll um die Bewohner seines Stadtteils. Mal entfernt er hässliche Schmierereien, dann spielt er für einen Nachbarjungen den Ersatzvater.

Zwischendurch befreit er sogar – getarnt mit Salafisten-Bart – ein kleines Mädchen, das in die Türkei entführt worden ist. Und er hilft einem jüdischen Pensionisten, dessen Restitutionsansprüche an einem wertvollen Gemälde vor Gericht geltend zu machen. Das ist zwar alles ganz nett anzuschauen, für einen Actionfilm aber nicht gerade abendfüllend.

Ein Held sieht rot, als eine Freundin ermordet wird

Dann aber kommt es zu einem verhängnisvollen Vorfall: Seine alte Freundin und Kollegin Susan (Melissa Leo) wird von Profi-Schergen ermordet. Der nette Herr McCall verwandelt sich in die bekannte Ein-Mann-Armee, die den Tod von Susan fürchterlich rächt – bis zum tatsächlich furios inszenierten Finale.

Von Ernst Corinth / RND