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Kultur Filmkritik zu „M. C. Escher“ – Der Künstler, den die Hippies liebten
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Filmkritik zu “M. C. Escher” - Der Künstler, den die Hippies liebten

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14:11 12.10.2019
2Ich bin kein Künstler, ich bin Mathematiker“ – diese Auskunft bekam Rockmusiker Graham Nash, als er bei M. C. Escher (Foto) anrief.

Auch heute noch, aber vor allem in den 60er- und 70er-Jahren war der 1898 geborene niederländische Grafiker und Künstler Maurits Cornelis Escher eine Ikone und Kultfigur der Popkultur. Nicht nur die Hippies verehrten den eigenwilligen Künstler, seine meist ornamentalen Drucke hingen oft nachträglich koloriert als Poster in den Wohnungen vieler junger Leute. Sogar Mick Jagger fragte einmal wegen eines Plattencovers an. Allerdings vergeblich.

Nun hat Robin Lutz einen biografischen Dokumentarfilm über den 1972 gestorbenen Künstler gedreht. Er zeichnet darin sein überaus bewegtes Leben und sein umfangreiches Werk mit Tagebucheinträgen, Briefen, Vorträgen und Notizen nach. Und als Erzähler fungiert Matthias Brandt, dessen prägnanter Stimme man einfach gerne zuhört. Ergänzt werden diese zitierten Originaltöne durch Erinnerungen von Eschers Kindern und ein Gespräch mit seinem Bewunderer, der Rocklegende Graham Nash (Crosby, Stills, Nash & Young).

Eine unterhaltsame Doku lässt Kunstwerke leben

Besonders sehenswert ist der Film, weil er keinen trockenen kunstgeschichtlichen Exkurs abliefert, sondern eine sehr unterhaltsame Annäherung an Eschers Schaffen ist. So erfährt man anschaulich, woher er seine Ideen nahm, was ihn inspirierte. Und bisweilen werden seine Drucke sogar zum Leben erweckt – beispielsweise das lustige Krempeltierchen, das plötzlich putzig drauflos krabbelt. Kurzum: ein wunderschön verspielter Dokumentarfilm – nicht nur für Kunstinteressierte.

Kinostart in Deutschland: 10. Oktober 2019

Deutscher Titel:M. C. Escher – Reise in die Unendlichkeit“

Regie: Robin Lutz

Mitwirkende: Matthias Brandt, Graham Nash

Filmlänge: 80 Minuten

Altersfreigabe: ab 0 Jahren

Von Ernst Corinth

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