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Kultur Filmregion Berlin-Brandenburg trotzt der Krise
Nachrichten Kultur Filmregion Berlin-Brandenburg trotzt der Krise
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15:45 30.01.2010
Szene aus "Inglourious Basterds"
Szene aus "Inglourious Basterds" Quelle: Universal
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Ein Rekord: 20,8 Millionen Besucher sahen Filme, die vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert wurden.

„Die Hauptstadtregion hat sich auch im Krisenjahr 09 als Top-Filmstandort behauptet“, bilanzierte die Geschäftsführerin der Filmförderung, Kirsten Niehuus, am Donnerstagabend in Berlin. Das Medienboard fiebert am Dienstag mit, ob es Michael Hanekes Drama „Das weiße Band“, das im brandenburgischen Netzow gedreht wurde, ins Oscar-Rennen schafft. Die Ost-West-Komödie „Friendship!“ hatte bereits 750.000 Zuschauer.

Am 3. Dezember startet der Film „Zweiohrküken“, die Fortsetzung der Erfolgskomödie „Keinohrhasen“, in den deutschen Kinos. Die Hauptrollen spielen erneut Nora Tschirner und Til Schweiger.

Im vergangenen Jahr wurden 222 Produktionen mit insgesamt 24,2 Millionen Euro unterstützt. Darunter waren Filme von Roman Polanski („The Ghostwriter“), Quentin Tarantino („Inglourious Basterds“), Tom Tykwer („Drei“), Til Schweiger („Zweiohrküken“), Doris Dörrie („Die Friseuse“) und Dani Levy („Das Leben ist zu lang“). Einige davon starten dieses Jahr in den Kinos, der Polanski-Film ist im Berlinale- Wettbewerb vertreten. Aktuell wird der Thriller „Unknown White Male“ mit Liam Neeson in der Region gedreht. Welche Hollywoodstars 2010 sonst noch kommen, ist offen.

Das Jahr habe gut angefangen und gehe vielversprechend weiter, heißt es in der Bilanz des Medienboards, das sich länderübergreifend um Standortmarketing und Filmförderung kümmert. 16 Filme sind bei der Berlinale im Februar dabei. Am Mittwoch feiert die Eichinger- Produktion „Zeiten ändern Dich“ über den Rapper Bushido seine Deutschlandpremiere in Berlin. Geschäftsführerin Niehuus sagte, es sei richtig gewesen, den Film zu fördern, auch wenn der Rapper als frauenfeindlich kritisiert werde.

Am 20. August startet Quentin Tarantinos neuer Film „Inglourious Basterds“ in den deutschen Kinos.

Rückschläge für die Region gab es auch. Sat.1 zog weg, N24 geriet in die Schlagzeilen. Die Studios in Babelsberg, Adlershof und Tempelhof waren nicht so gut gebucht wie zuvor, die Zahl der Insolvenzen stieg. Das Jahr ist laut der Bilanz aber glimpflicher verlaufen als erwartet, der Film zeige sich mehr als krisenfest. „Es scheint sogar so, als sei eine Erholung der Medienwirtschaft im Laufe des Jahres 2010 in Sicht.“

Als positiv für die Medienlandschaft gelten die Zuzüge von Suhrkamp (Berlin) und des Tandem-Verlags (Potsdam). In einer Umfrage waren 51 Prozent der Medienunternehmer mit dem Geschäftsverlauf 2009 zufrieden. „Wir starten mit Optimismus ins neue Jahr“, sagte Petra Müller, Geschäftsführerin für das Standortmarketing.

dpa