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Kultur Förderung für Hannovers Choreografen
Nachrichten Kultur Förderung für Hannovers Choreografen
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22:15 08.06.2012
Von Stefan Arndt
Konzentriert auf die Kunst (v. l.): Chikako Kaido, Philipp van der Heijden und Yaron Shamir. Quelle: Martin Steiner
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Hannover

Der Akzent liegt dabei auf der großen Besetzung. Staatsopernintendant Michael Klügl wies bei der Vorstellung des Projektes auf ein Problem vieler Choreografenwettbewerbe hin: Es sind nur wenige Tänzer auf der Bühne – und oft gehört der Choreograf noch selbst dazu. Die Arbeit mit vielen Tänzern oder einem ganzen Ensemble, also die eigentlich zentrale Aufgabe eines Choreografen, könne so kaum erprobt werden. In Hannover wolle man daher künftig „in größeren Dimensionen“ denken, so Klügl. „Think Big“ heißt dann auch das Künstlerresidenzprogramm, das von der Stadt und der Kulturregion Hannover sowie von der Stiftung Niedersachsen in diesem Jahr mit insgesamt 35.000 Euro unterstützt wird.

Die Oper stellt derweil Räumlichkeiten (geprobt wird während der Theaterferien im Ballettsaal) zur Verfügung und kümmert sich zusammen mit dem Team vom Tanztheater International um die gesamte Organisation. Gerade damit scheint den jungen Choreografen eine Last von den Schultern genommen zu sein. „Es ist ein Traumprojekt“, sagte etwa Chikako Kaido, „endlich kann ich mich einmal ganz auf die Kunst konzentrieren.“ Die Japanerin wird zusammen mit dem Deutschen Philipp van der Heijden und dem Israeli Yaron Shamir die erste Ausgabe des Programms bestreiten.

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Ausgewählt wurden sie von Hannovers Ballettdirektor Jörg Mannes und Tanzfestivalchefin Christiane Winter aus 35 Bewerbern. Am 1. September wird das Ergebnis der Arbeit in der Musikhochschule zu sehen sein. Auf der Bühne stehen dann bis zu zehn Tänzer, die extra für diese Produktionen engagiert wurden.

Eine Konkurrenz zum Choreografenwettbewerb der Ballettgesellschaft Hannover, aus dem die Staatsoper gerade als Partner ausgestiegen war, mochten die Verantwortlichen nicht erkennen. Die Stiftung Niedersachsen wird dann auch den alten Wettbewerb trotz des neuen Engagements in der gewohnten Form fördern. Und auch Klügl kann sich bald eine neue Zusammenarbeit mit der Ballettgesellschaft vorstellen.

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