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15:27 18.10.2015
„Spaß bei Saite“: Versengold-Frontmann Malte Hoyer im Musikzentrum.  Quelle: Christian
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Hannover

Viel Mittelalter ist bei Versengold nicht mehr. Die jetzt sieben Musiker haben die Gewänder gegen weiße Hemden und graue Stoffhosen getauscht und statt eines Spielmannsnamens rufen sie sich einfach beim Spitznamen. Kleinigkeiten, wäre nicht das neue Album „Zeitlos“ ebenfalls deutlich moderner als die Vorgänger. Wie die Fans auf die Renaissance ihrer Band reagieren? „Zeitlos“ hat es zum ersten Mal in die Albumcharts geschafft und die Folkband aus Bremen spielt seit vergangenem Jahr fast durchgängig in ausverkauften Sälen. Wie auch jetzt, am vergangenen Wochenende, im Musikzentrum.

Es ist der treibende, euphorische Klang ihrer Folkmusik, der sofort die Aufmerksamkeit bindet. Frontmann Malte „Snorre“ Hoyer und seine Bandkollegen haben Spaß an dem, was sie tun, und diese Freude überträgt sich schnell aufs Publikum. Die meisten der 500 Fans im Saal klatschen bei jedem Song ganz automatisch den Takt mit oder wippen mit den Füßen. Sogar bei den neuen Stücken wie „Spaß bei Saite“ und „Schon immer mal“. Viele Fans sind dabei zudem genauso textsicher wie bei den Hits „Seemansgarn“ und „Im Namen des Folkes“.

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Musikalisch spielt Versengold irgendwo zwischen Fiddler’s Green, Schandmaul und Mumford and Sons. Die Texte schreibt vor allem Hoyer, Cover gibt es bei Versengold nicht. Warum auch? Gerade die klugen, eingängigen Texte sind das Herzstück ihrer Musik. Es tut Versengold gut, dass sie zwar den Fideln und der Bodhrán treu bleibt, aber inhaltlich moderner wird. Das hebt sie aus der Masse der Mittelalter-Folkbands hervor und überzeugt auch Fans, die mit Spielmannsgesang und Kostümfest eher wenig anfangen können.

Von Isabel Christian

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