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19:49 07.12.2013
Idris Elba als Nelson Mandela, der auf einer Kundgebung zum Widerstand aufruft, in einer Szene des Films „Mandela - Der lange Weg zur Freiheit“. Quelle: dpa
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Berlin

Es muss den Kinobesuchern in London eiskalt den Rücken hinuntergelaufen sein. Mitten bei der Filmvorführung am vergangenen Donnerstag erfahren sie, dass der Mensch, dessen Biografie auf der Leinwand gerade nachgezeichnet wird, tot ist: Nelson Mandela. Unter ihnen ist auch dessen Tochter Zindzi. "Mandela - Der lange Weg zur Freiheit" erzählt die Geschichte des südafrikanischen Nationalhelden von seiner Kindheit, dem Kampf gegen die Apartheid bis zu seiner Wahl zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas im Jahr 1994.

Es ist eine überwiegend gelungene Annäherung an den Friedensnobelpreisträger, der Schwarze und Weiße in seiner Heimat versöhnte. Hauptdarsteller Idris Elba (41) spielt die Figur Mandela mit enormer Präsenz.Am 30. Januar 2014 kommt die Filmbiografie, die im September im kanadischen Toronto Weltpremiere feierte, in die deutschen Kinos. Eine vorgezogene Deutschlandpremiere wegen Mandelas Tod - er starb im Alter von 95 Jahren nach langer Krankheit in Johannesburg - ist nach Angaben des Verleihs zunächst nicht geplant.

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Der Film trägt den gleichen Titel wie die Autobiografie Mandelas (Originaltitel: "A Long Walk To Freedom") und ist eine Adaption.Der britische Regisseur Justin Chadwick zeigt in dem Film zwei Mandelas: einen Mann, der oft einsam war und seine große Liebe verlor, und einen Mann, der die Massen um sich scharen und die Welt verändern konnte. Der zweieinhalb Stunden lange Film zeigt Mandela zunächst als jungen aufstrebenden Anwalt in Johannesburg. Er verteidigt Schwarze vor Gericht. Sein Erfolg spricht sich herum und der charismatische Mann kommt in Kreise der einstigen Freiheitsbewegung und heutigen Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC).

Er geht für die Rechte von Schwarzen auf die Straße - und kämpft mit vielen gegen die Apartheid und die britische Vorherrschaft in Südafrika.Mandela wird einer der Anführer und geht schließlich in den Untergrund, dafür gibt er sein Familienleben mit Frau Winnie (gespielt von Naomie Harris, "Fluch der Karibik") auf. Auf einer abgelegenen Farm fliegt die Gruppe, die Bomben baut, auf. Für Mandela beginnen im Gefängnis auf der Insel Robben Island vor Kapstadt 27 Jahre der Einsamkeit und der Härte.

Er muss in einem Steinbruch arbeiten - lebenslang lautet das Urteil. Zwischen dieser Geschichte sind immer wieder Szenen aus der Kindheit und Jugend eingeschoben.Das Filmplakat zeigt Mandela mit einer hochgestreckten Faust - so ist er häufig im Film zu sehen. Der Regisseur hat viel Raum geschaffen für prägnante Reden und Gedanken Mandelas: "Gemeinsam sind wir stark" ist ein solcher Satz, der mehrmals fällt. Den enormen Eindruck, den Mandela auf sein Volk macht, transportiert der Film.

Die Filmemacher haben sich mit dem Projekt dennoch viel vorgenommen - die Last, bei einem solchen Leben wie dem von Mandela jederzeit den richtigen Ton zu treffen, wiegt schwer. Und das Bestreben, so viele Teile wie möglich aus seinem Leben zu zeigen, wirkt an manchen Stellen überdreht und gehetzt.Hauptdarsteller Elba ("Als das Morden begann"), der in den 90er Jahren in einer britischen Fersehserie debütierte, ist es zu verdanken, dass der Protagonist im Film die nötige Statur und Charisma hat.

Er spielt kraftvoll, gewitzt und ideenreich - Mandela steht als Quelle der Freiheit da, der zum Symbol des Kampfes gegen die Unterdrückung der Schwarzen wird.Am Donnerstag war Elba auch bei der Filmvorführung in London mit Prinz William und dessen Frau Kate. In einem Statement, das mehrere Medien veröffentlichten, sagte Elba: "Es war eine Ehre, in die Schuhe Nelson Mandelas zu schlüpfen und einen Mann zu porträtieren, der Ungleichheit verachtet, Barrikaden eingerissen und Menschenrechte vor den Augen der Welt verfochten hat."

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