Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Hallervorden gibt den Altrocker
Nachrichten Kultur Hallervorden gibt den Altrocker
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:28 06.11.2013
Foto: Die Schauspieler Felicitas Woll (r), Tim Bergmann und Dieter Hallervorden (sitzend) posieren in Königstein (Hessen) während eines Fototermins am Set des ZDF-Filmes "Tiefe Wunden".
Die Schauspieler Felicitas Woll (r), Tim Bergmann und Dieter Hallervorden (sitzend) posieren am in Königstein (Hessen) während eines Fototermins am Set des ZDF-Filmes "Tiefe Wunden". Quelle: dpa
Anzeige
Königstein

Dieter Hallervorden hat erneut für eine Rolle als Altenheimbewohner vor der Kamera gestanden. In Königstein im Taunus mimte der 78-Jährige am Mittwoch bei ZDF-Dreharbeiten zum Nele-Neuhaus-Krimi "Tiefe Wunden" einen schlitzohrigen Altrocker, der sein Zimmer mit Frank-Zappa-Postern und einem Totenschädel dekoriert. "Es ist nur eine kleine Rolle, aber mit viel Fleisch - da kann man also auch mit einem kurzen Auftritt viel machen", sagte der Schauspieler der Nachrichtenagentur dpa.

Im vergangenen Monat kam der Hallervorden-Film "Sein letztes Rennen" in die Kinos, in dem er einen Marathon-Olympiasieger im Altenheim spielt. Die Hauptrollen in "Tiefe Wunden" spielen wie bereits bei den beiden ersten quotenstarken Nele-Neuhaus-Verfilmungen Felicitas Woll und Tim Bergmann. In dem Film wird ein Holocaust-Überlebender in seinem Haus im Taunus getötet.

Die Dreharbeiten dauern noch bis Anfang Dezember. In dieser Zeit wird auch das weitere Buch "Mordsfreunde" verfilmt, unter anderem im Kronberger Opel-Zoo - dort wird laut Drehbuch die zerstückelte Leiche eines Lehrers gefunden. "Mordsfreunde" soll im nächsten Frühjahr ausgestrahlt werden, für "Tiefe Wunden" gibt es noch keinen Termin.

Laut der Produzentin Annette Reeker orientieren sich die neuen Drehbücher stärker als die Erstlingswerke an den Romanen - eine Reaktion auf den Protest von Neuhaus-Fans auf die bisherigen Ausstrahlungen in diesem Jahr "Schneewittchen muss sterben" und "Eine unbeliebte Frau". Jeweils mehr als sieben Millionen Menschen hatten diese Filme gesehen. "Am Morgen danach hat mich schon ganz früh die Redaktion angerufen und mir die Quote gesagt", sagte Schauspielerin Woll, der inzwischen vermehrt Rollen in Krimis angeboten werden.

An die Quote will sie während der Dreharbeiten aber lieber nicht denken. "Filme machen ist ein kreativer Prozess, da würde das nur behindern." Sie und ihr Kollege Bergmann wären nicht abgeneigt, auch für weitere Neuhaus-Verfilmungen vor der Kamera zu stehen. Entsprechende Pläne gibt es laut Produzentin bereits.

dpa

Kultur „Wo steckt das Kunst-Phantom?“ - Münchner Kunstfund löst internationales Echo aus
06.11.2013
Kultur Interview mit Andrés Orozco-Estrada - „Ich möchte kein Spezialist werden“
05.11.2013
Kultur Countdown zum neuen „Hobbit“-Film - New York statt Mittelerde
06.11.2013