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Kultur Hannover lauscht „Tosca“ im Maschpark
Nachrichten Kultur Hannover lauscht „Tosca“ im Maschpark
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08:43 20.07.2014
Von Jutta Rinas
Beeindruckende Kulisse: Während vor dem Neuen Rathaus „Tosca“ aufgeführt wird, haben sich im Park zahlreiche Zuhörer versammelt.
Beeindruckende Kulisse: Während vor dem Neuen Rathaus „Tosca“ aufgeführt wird, haben sich im Park zahlreiche Zuhörer versammelt. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Die Erwartungen waren hochgespannt: Gesang auf Weltklasseniveau, ein Open-Air-Spektakel und ein grandios illuminiertes Neues Rathaus hatte NDR-Fernsehchefin Marlis Fertmann für die „Tosca“ am Sonnabend im Maschpark versprochen. Die Aufführung mit der NDR-Radiophilharmonie unter dem scheidenden Chefdirigenten Eivind Gullberg Jensen, hielt, was sie versprach.

1500 Zuhörer hatten eine Karte bekommen - viele mehr aber waren am Sonnabend in den Maschpark gekommen, um der Premiere der Oper „Tosca“ in Hannover zu lauschen.

Auf jenem als Opernbühne bislang noch unentdeckten Platz hinter dem Neuen Rathaus bekamen die 1500 zahlenden Gäste und viele picknickende Zaungäste nach einem heißen Tag in einer wunderbar lauen Sommernacht unter nachtschwarzem Himmel große Musik, große Emotionen und ein wunderbares Lichtschauspiel rund um das Neue Rathaus geboten. Gesangsstars wie der argentinische Tenor Jose Cura (Cavaradossi), der deutsche Bariton Albert Dohmen (Scarpia) und die überragende, amerikanische Sopranistin Catherine Naglestad beeindruckten mit einer „Tosca“, die erfüllt war von Bedeutung, Intensität, vom Wissen um dramatische Leidenschaft und Wahrhaftigkeit. Der hannoversche Mädchenchor und der Brahmschor unter Leitung von Gudrun Schröfel sorgten zusätzlich für zutiefst berührende Momente.

Eivind Gullberg Jensen hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass er sich dieses Stück als Schlußstück, als großes Finale seiner Zeit in Hannover wünscht. Der Mann, zu dessen ersten großen Erfolgen eine „Tosca“ mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin im Festspielhaus Baden-Baden gehörte, kehrte damit gestern in Hannover nach fünf Jahren mit der Radiophilharmonie noch einmal vom Symphonischen zu seiner großen Leidenschaft, der Oper, zurück. Am Ende gab es Applaus und Ovationen im Stehen.

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