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Kultur Hannover rüstet zur großen Königs-Schau
Nachrichten Kultur Hannover rüstet zur großen Königs-Schau
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20:23 03.02.2012
Georg II. (1727 bis 1760) folgte seinem Vater Georg I. (1714 bis 1727), der als erster Welfe in London regierte. Quelle: Archiv
Hannover

Nichts verbindet so sehr wie eine gemeinsame Vergangenheit. Und daher blicken in Hannover derzeit viele Richtung London: Von 1714 bis 1837 saßen Hannovers Welfenherrscher zugleich auf dem englischen Thron. Fünf hannoversche Herrscher, von Georg I. bis Wilhelm IV., prägten die Geschicke des britischen Weltreiches. Zum 300-jährigen Jubiläum dieser Personalunion ist eine 5,5 Millionen Euro teure Landesausstellung in fünf niedersächsichen Museen geplant – und Ministerpräsident David McAllister hat schon in London vorgesprochen, um ein Mitglied des Königshauses zu einem Ausstellungsbesuch zu bewegten. Kein Geringerer als Prinz Charles könnte die Schirmherrschaft übernehmen: „Er hat sich schon sehr wohlwollend geäußert“, sagt Kulturministerin Johanna Wanka.

Die Landesausstellung „Als die Royals aus Hannover kamen“ setzt ganz auf königlichen Glanz – und auf Design im Britannien-Look: Am Freitag stellte Wanka im Landesmuseum Hannover Artikel vor, die für die große Schau werben: Im Landesmuseum gibt es ab sofort Servietten und Notizblöcke mit dem „Union Jack“ und Regenschirme in den britischen Farben. Aufdruck: „Royals aus Hannover – Wetter aus London“. Außerdem wurde eine Internetseite freigeschaltet, die für die Ausstellung wirbt.

„Es geht uns darum, Niedersachsen gerade für britische Touristen attraktiv zu machen“, sagt Kulturministerin Wanka. Die Kulturwirtschaft des Landes wachse, Niedersachsen stehe beim innerdeutschen Tourismus nach Bayern schon an zweiter Stelle, sagt die Ministerin. Da sollen die welfischen Royals jetzt gewissermaßen posthum als Wirtschaftsförderer fungieren: Rund 600 000 Euro sind im Ausstellungsetat für Werbung eingeplant. Bei Tourismusmessen wird künftig unter Reiseveranstaltern gezielt für die Ausstellung geworben: „Jeder Landfrauenverein in Deutschland soll zumindest einmal davon gehört haben, dass die ,Royals’ in Hannover sind“, sagt Hans-Helmut Schild von der projekt 2508 GmbH, die für das Marketing zuständig ist.

Anders als lange geplant, wird die wichtigste Station der Ausstellung nicht im Schloss Herrenhausen, sondern im Landesmuseum sein. „Wenn das Schloss wieder aufgebaut ist, stehen dort nur 750 Quadratmeter zur Verfügung“, sagt Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums. In ihrem Haus hingegen wird die erste Etage komplett geräumt: Dort soll es dann auf rund 1600 Quadratmetern einen chronologischen Rundgang durch die Zeit der Personalunion geben. „Wir haben bereits Zusagen für Leihgaben aus dem Victoria-and-Albert-Museum in London“, sagt Lembke.

Ihr Haus, dessen Dauerausstellung ohnehin modernisiert werden soll, werde von der Landesausstellung auch langfristig profitieren: „Wir wollen natürlich nicht, dass die neue Einrichtung nach 2014 auf den Müll geworfen wird.“ So verwandeln die „Royals“ Hannovers Museumslandschaft.

Im Schloss Herrenhausen soll voraussichtlich Ostern 2013 eine eigene Ausstellung eröffnen. Ostflügel und Verbindungsgang sollen dann bereits endgültig eingerichtet werden, mit Exponaten zu Absolutismus und Barockzeit in Hannover. Allein der Westflügel wird zur Landesausstellung 2014 noch einmal umgestaltet. Dort sollen dann unter anderem Kunstschätze aus der berühmten Sammlung von Johann Ludwig von Wallmoden-Gimborn zu sehen sein. Dieser wurde 1736 in Hannover geboren – als unehelicher Sohn des hannoversch-britischen Königs Georg II.. Die historischen Verbindungen zwischen Hannover und London waren eben sehr facettenreich.

Weitere Informationen gibt es unter www.royals-aus-hannover.de

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