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Kultur Hildesheimer geben Statue nach Kairo - aber nur leihweise
Nachrichten Kultur Hildesheimer geben Statue nach Kairo - aber nur leihweise
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11:50 11.04.2010
Die Statue des vermutlichen Baumeisters der Cheops-Pyramiden begründet das weltweite Renommee der Sammlung. Quelle: dpa

Man habe bislang keine offizielle Rückgabe-Anfrage aus Kairo bekommen, sagte Museumssprecherin Kristina Zappen: „Wir gehen eigentlich auch nicht davon aus, so eine Anfrage zu bekommen.“ Der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawass, hatte erklärt, er wolle, dass die Statue ebenso wie andere Kunstschätze nach Kairo zurückkommt. Die lebensgroße Sitzstatue zeigt den Prinzen Hemiunu, der in der 4. altägyptischen Dynastie - also etwa 2500 Jahre vor Christus - lebte und als vermutlicher Baumeister der berühmten Cheops-Pyramiden gilt. Die Statue ist das wichtigste Objekt des Hildesheimer Museums und begründet das weltweite Renommee der Sammlung.

Zappen sagte, eine Ausleihe für das Jahr 2013 sei bereits vereinbart. Dann ist die Neueröffnung eines großen Museums im ägyptischen Giza geplant. Anschließend solle der Hemiunu aber wieder nach Hildesheim zurückkehren, bekräftigte die Museumssprecherin. Eine Rückgabe kommt für die Hildesheimer Museumsleitung nicht in Frage. Die Exponate des Roemer- und Pelizaeus-Museums seien von zweifelsfreier Herkunft, versicherte Zappen: „Alle Stücke unserer Sammlung sind legal nach Deutschland gekommen.“

Hawass hatte bereits vor einigen Wochen in einem Interview mit der arabischen Zeitung „Al-Sharq Al-Awsat“ erklärt, er wolle, dass die Statue nach Kairo kommt. Auch andere Altertümer wie die Nofrete-Büste aus dem Ägyptischen Museum in Berlin, möchte er zurückholen.

Falls es tatsächlich eine offizielle Anfrage aus der ägyptischen Hauptstadt geben sollte, wollen sich die Hildesheimer auch den Verleih der Hemiunu-Statue noch einmal überlegen, wie Zappen erklärte: „Dann muss das ganze neu überdacht werden.“

lni

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