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Kultur Künstler Meese droht Strafe wegen Hitlergruß
Nachrichten Kultur Künstler Meese droht Strafe wegen Hitlergruß
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14:03 28.07.2013
Der Künstler Jonathan Meese hat im Nationaltheater Mannheim mit seinem Stück „Generaltanz den Erzschiller“ für mehr als Kontroversen gesorgt. Quelle: dpa
Kassel/Hamburg

Der Anwalt des wegen des Hitlergrußes angeklagten Künstlers Jonathan Meese hält eine Verurteilung seines Mandanten vor dem Amtsgericht Kassel für möglich. „Nach dem bisherigen Verfahrensverlauf bestehen Zweifel daran, dass das Amtsgericht hier zu einem Freispruch finden wird“, sagte der Berliner Rechtsanwalt Pascal Decker dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Meese hatte bei einem Auftritt an der Kasseler Universität im Juni 2012 die „Diktatur der Kunst“ gefordert und zweimal den Arm zu der Geste gehoben. Ihm wird das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen. Der Prozess wird an diesem Montag (29. Juli) fortgesetzt. Im Falle einer Verurteilung droht Meese eine Geld- oder Haftstrafe.

Anwalt Decker sagte, er sei zuversichtlich, dass spätestens in einer der Folgeinstanzen eine Verurteilung abgewendet werden könne. „Bis zum Bundesverfassungsgericht wird es wohl nicht gehen.“ Meese verwende den Hitlergruß als künstlerisches Stilmittel. „Kunst zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie sich mit Dingen auseinandersetzt, die weh tun. Meese ist im Übrigen ein Gegner jeglicher Ideologie.“

dpa

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