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Kultur Verlage mit Buchmesse zufrieden
Nachrichten Kultur Verlage mit Buchmesse zufrieden
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13:46 12.10.2013
Die Verlage sind mit dem Verlauf der Frankfurter Buchmesse zufrieden. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Mit Zuversicht geht die Buchbranche in den umsatzträchtigen Herbst hinein: Namhafte Publikumsverlage zogen kurz vor Abschluss ein positives Fazit der Frankfurter Buchmesse. Durchweg alle zeigten sich mit der Resonanz zufrieden, auch wenn es insgesamt kein ganz großes übergreifendes Thema gegeben habe.

Generell fehle dieses Jahr dem Buchhandel ein großer Renner wie die „Shades of Grey“-Trilogie, sagte der Geschäftsführer von Bastei Lübbe, Klaus Kluge, der Nachrichtenagentur dpa. Der Verlag, in dem viele Promis wie etwa Daniela Katzenberger schreiben, rechnet dennoch mit einem starken Weihnachtsgeschäft.

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Für den Jerry-Cotton-Verlag war die weltgrößte Bücherschau dieses Mal etwas ganz Besonderes. Der Kölner Verlag ging am vergangenen Dienstag an die Börse. Es habe zwar keine Euphorie bei den Anlegern gegeben, räumte Kluge ein. „Mit der Kapitalerhöhung haben wir aber unser Ziel erreicht.“

Bei S. Fischer war die Messe allein schon ein großer Erfolg, weil die im Verlag erscheinende Alice Munro am Donnerstag den Literaturnobelpreis gewonnen hat. Aber auch mit dem restlichen Programm ist man zufrieden. Florian Illies steht mit “1913“ seit vielen Monaten auf der Bestseller-Liste. „Wir haben ein sehr gutes Jahr“, sagte Verlagssprecher Martin Spieles. Mit einem Anteil von 10 Prozent seien erstmals auch E-Books zu einem „veritablen Geschäft“ geworden.

Auch bei Suhrkamp ist man sehr zufrieden - gefragt ist in Deutschlands Renommierverlag vor allem Marion Poschmanns „Sonnenposition“. Damit stand „die Preisträgerin der Herzen“, wie Suhrkamp-Sprecherin Tanja Postpischil sagte, auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Am Stand war aber die ungewisse Zukunft des Verlags angesichts des erbitterten Streits zwischen Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz und Minderheitseigentümer Hans Barlach ständiges Thema. „Das hat den letzten Leser erreicht“, sagte Postpischil. Der Verlag habe aber viel Zuspruch erfahren.

Zufrieden waren auch Verlage, die im Programm auf Literatur des Gastlands Brasilien gesetzt haben. Der Schöffling Verlag hat Bücher der in Brasilien kultisch verehrten Clarice Lispector neu aufgelegt, die von Kritikern mit Virginia Woolf vergleichen wird. „Ein Wagnis“, wie Verleger Klaus Schöffling einräumt. Er zeigt sich mit den bisherigen Verkäufen aber zufrieden. Klett-Cotta freut sich über den Erfolg der brasilianischen Krimi-Autorin Patrícia Melo, die mit ihrem Roman „Leichendieb“ seit Monaten auf der „Zeit-Bestenliste steht. 

dpa

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