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Nachrichten Kultur Hollywood verfilmt Brettspiele
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14:17 24.06.2009
Hollywood hat Brettspiele wie „Monopoly“ und „Schiffe versenken“ als Inspirationsquelle entdeckt. Quelle: Roland Magunia/ddp

Wie gut das funktioniert, wird aller Voraussicht nach auch der Actionkracher „Transformers - Die Rache“ beweisen.

Mehr als 500 Millionen Euro hatte der erste Teil vor zwei Jahren mit der simplen Idee eingespielt, aus Roboter-Spielfiguren ein CGI-lastiges Spektakel mit dünner Handlung zu stricken. Nachdem Hollywood die Comic- und Videospiellandschaft auf der Suche nach verfilmbaren Stoffen weitgehend abgegrast hat, plant das Studio Universal Pictures in den nächsten Jahren eine ganze Reihe von Filmen, die auf Brettspielen des US-Herstellers Hasbro basiert.

Bei seiner neuen Produktlinie fährt das Studio große Geschosse auf. Für die Verfilmung des Kapitalismusklassikers „Monopoly“ ist Regisseur Ridley Scott („Gladiator“) an Bord. Ob der dreimal für einen Oscar nominierte Filmemacher seinen Lieblingsschauspieler Russell Crowe auf Immobilienjagd schicken wird, ist hingegen noch ungewiss. Das Drehbuch verfasst Pamela Pettler, die zuvor „Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche“ für Tim Burton geschrieben hat.

Angeblich schwebt Scott ein futuristisches Werk nach dem Vorbild seines Klassikers „Blade Runner“ vor. Dass von den Brettspielen auf der Leinwand nur die Grundidee übrig bleibt, zeigen auch die Pläne für „Schiffe versenken“. Das Projekt ist als „episches Marine-Action-Abenteuer“ angekündigt. Peter Berg („Hancock“) soll das Spektakel umsetzen. Nach einem Arbeitstreffen ist auch „Twilight“-Mädchenschwarm Robert Pattinson für eine Rolle im Gespräch.

Für Hollywood ist bei Projekten wie dem BrettspielCandy Land“ für Kleinkinder die Schmerzgrenze noch nicht erreicht. Einen eigenen Film soll auch die dank Gelfüllung extrem dehnbare Actionfigur „Stretch Armstrong“ von Hasbro bekommen - auch wenn sie seit Jahrzehnten nicht mehr in Geschäften verkauft wird. Autor Steve Oedekerk („Bruce Allmächtig“) wurde beauftragt, den blonden Gummimann mit einer Geschichte zu versehen, Brian Grazer („A Beautiful Mind“) produziert.

Bennett Schneir von Hasbro ko-produziert den Film und preist die Produkte seines Hauses wie „G.I. Joe“ als „neue Quelle“ mit eingebautem Wiedererkennungseffekt und Nostalgiewert für die Industrie an. Bei diesem Geschäft mag Konkurrent Mattel nicht zurückstehen. Der Barbie-Hersteller arbeitet mit Produzent Joel Silver („Matrix“) und dem Studio Warner Bros. an einem „Masters of the Universe“-Film.

Den neuen Tiefpunkt haben Filmblogs dem ehemaligen Disney-Chef Michael Eisner zugestanden. Er plant einen Kinderfilm, der auf dem Gratis-Comic zur US-Kaugummimarke Bazooka Joe basieren soll.

Mit einiger Spannung erwarten Filmfreunde hingegen die Verfilmung des Kriminalspiels „Cluedo“. Dessen Mördersuche hatte bereits 1985 einen Film mit Tim Curry und Christopher Lloyd inspiriert. Dass Regisseur Gore Verbinski bescheidenes Ausgangsmaterial in eine Goldgrube zu verwandeln vermag, hat er bereits mit der „Fluch der Karibik“-Trilogie bewiesen. Das Piratenabenteuer mit Johny Depp basierte auf einer Attraktion im Disneyland.

ddp

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