Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Houston soll in New Jersey beigesetzt werden
Nachrichten Kultur Houston soll in New Jersey beigesetzt werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:16 14.02.2012
Whitney Houston bei einem Konzert (Archiv). Quelle: dpa
Anzeige
New Jersey

Die am 11. Februar in einer Hotelsuite in Los Angeles verstorbene Souldiva Whitney Houston soll am Freitag oder Sonnabend in ihrer Heimat New Jersey beigesetzt werden. Sie wuchs in der Großstadt Newark vor den Toren New Yorks auf und war dort in der Kirche auch zum ersten Mal aufgetreten.

Während die Spekulationen um die Todesursache der Souldiva andauern, ist die die Leiche Houstons freigegeben und der Familie überstellt worden. Am Montagabend wurde der Sarg nach US-Medienberichten von Los Angeles nach New Jersey geflogen.

Anzeige

In der Hotelsuite, in der Whitney Houston starb, sind nach Angaben der Ermittler Flaschen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten gefunden worden. Allerdings habe es sich um eine nicht sehr große Menge gehandelt, sagte Ed Winter von der Gerichtsmedizin in Los Angeles am Montag. Üblicherweise würden bei an einer Überdosis Gestorbenen viel mehr Medikamente gefunden. Ausschließen wollte Winter allerdings nur ein Verbrechen, sonst nichts: "Ich weiß, es gibt Berichte, dass sie ertrunken oder an einer Überdosis gestorben ist. Aber es gibt keinen Abschlussbericht, bevor nicht alle Testergebnisse da sind." Und das könne acht Wochen dauern.

Die Nachricht erschüttert nicht nur die USA: Whitney Houston ist tot. Der Rauschgift- und Alkoholmissbrauch der Sängerin hatte Freunden schon seit Jahren Sorgen bereitet. Dennoch war die Todesnachricht ein Schock.

So still es vor ihrem Tod um Houston geworden war, so sehr belebte ihr Tod ihre Plattenumsätze. Am späten Montag belegte die Soulsängerin ganze 27 Plätze in den Top 100 der iTunes-Charts. Auf Nummer eins landete ihr Hit "I Will Always Love You" - und das noch vor "Rolling In The Deep" von Grammy-Abräumerin Adele. Auch in Deutschland spielten Radiosender Houston-Songs.

Am Tag nach ihrem Tod wurden fast 100 Mal so viele Houston-Alben heruntergeladen wie am Vortag, wie die Marktforschungsfirma Media Control berichtete. Für Verwirrung sorgt, dass die Souldiva kurz vor ihrem Tod noch in guter Verfassung gewesen sein soll. "Was ich am Donnerstag sah, war kein verwirrtes Verhalten. Das war nicht jemand, der high war", sagte Sängerin Kelly Price dem Sender CNN. Houston habe getanzt und gelacht. "Wir alle hatten Spaß." Spontan habe sie mit Price ein Duett von "Jesus Loves Me" gesungen und es habe "wunderbar geklungen".

Sorge bereitet derweil Houstons Tochter Bobbi Kristina. Laut Medienberichten wurde die 18-Jährige nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter zweimal im Krankenhaus behandelt. Sie sei zunächst am Morgen mit der Diagnose "Stress und Erschöpfung" ins Krankenhaus gebracht worden. Später sei sie dann erneut in die Klinik gekommen, weil sie "hysterisch, erschöpft und nicht zu trösten" gewesen sei.

dpa

Karl-Ludwig Baader 14.02.2012
13.02.2012