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Kultur So gemütlich war es am Sonnabend im Sprengel-Museum
Nachrichten Kultur So gemütlich war es am Sonnabend im Sprengel-Museum
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16:49 12.02.2017
So gemütlich war es beim Konzert des Orchesters im Treppenhaus im Sprengel-Museum. Quelle: Derlin
Hannover

Das Orchester im Teppenhaus ist bekannt für ungewöhnliche Konzepte, klassische Musik zu vermitteln. Nun hat es sich kreisförmig im Caldersaals eingerichtet. Das Hygge-Experiment ging auf, der Caldersaal war buchstäblich voll besetzt, vornehmlich auf Yoga-Matten und Picknick-Decken hatten es sich ungefähr 300 Menschen bequem gemacht – und darunter war das Gros nicht das klassische Philharmonie-Publikum.

Und dazu gab es die Momente, die kein Konzept planen kann: Während des Konzerts liefen zwei kleine Kinder um die Musiker, das eine bis auf das Höschen ausgezogen – welch Sinnbild für Hygge und kindliche Unbeschwertheit. Musiker und Zuschauer lächelten. Und auch wenn Terry Rileys minimalistisches Stück "In C" für das ungewohnte Ohr durchaus fordernd war, gab es anhaltenden Beifall. Man darf hoffen, dass diese Idee als Reihe fortgesetzt wird.

Wir sind bereit! C-Dur ist mit uns!

Gepostet von Orchester im Treppenhaus am Samstag, 11. Februar 2017

Was bedeutet "Hygge"?

Dreimal war Dänemark laut „World Happiness Report“ schon Spitzenreiter im Glücklichsein. Von wegen also „Savoir-vivre“ oder „La dolce Vita“ – wie man so richtig glücklich lebt, wissen offenbar die Dänen am Besten. Nun gibt es einen Trend von dort, der dieses Glücklichsein vielleicht erklärt: Er heißt „Hygge“ und ist vermutlich das nächste große Ding. Er ist keine Neuerfindung und auch sein Inhalt ist mitnichten revolutionär: „Hygge“ bedeutet Gemütlichkeit. Irgendwie noch kuscheliger klingt für das deutschsprachige Ohr „hyggelig“, angenehm, geborgen, wohlig also.

Und wie es oft so ist mit diesen Trends, plötzlich taucht dieser Begriff überall auf, so zum Beispiel in Cafés, an Anzeigetafeln, besonders beliebt ist er aber auch in den sozialen Medien: Bei Instagram ist er zum neuen hippen Hashtag avanciert, fast zwei Millionen Treffer gibt es dort: Unter #hygge sieht man Kaminfeuer, Pfefferminztee und grob gestrickte Wollsocken, Kissen, mit geometrischen Formen bestickt, Badewannen in Kerzenschein oder kleine Hütten im Schnee. Vielleicht lässt sich dieser Hype als Flucht verstehen aus dieser schnelllebigen, durchdigitalisierten Welt und auch als Konterpart zum sonst so minimalistisch geworden Interieur und Design – die ja ebenfalls mit aus Dänemark kommen.

kad

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