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Kultur Jubiläum im Bremer Focke-Museum
Nachrichten Kultur Jubiläum im Bremer Focke-Museum
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13:10 07.07.2012
Das Bremer Focke-Museum wird seit 100 Jahren vom Förderverein unterstützt. Quelle: dpa
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Bremen

Das Focke-Museum als Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte wird seit 100 Jahren vom Verein von Freunden des Focke-Museum unterstützt. Am kommenden Wochenende (14./15.) feiert der Förderverein sein Jubiläumsfest auf dem Museumsgelände. Der Verein mit seinen mehr als 4500 Mitgliedern und seinen Kontakten zu Bremer Mäzenen ist für die Arbeit des Museums seit langem unverzichtbar. „Wir sind sehr froh, einen verlässlichen Partner zu haben, der uns in vielen Kernaufgaben des Museums ganz wesentlich unterstützt“, sagt Museumsdirektorin Frauke von der Haar.

Auch das Jubiläumsfest mit Konzerten der Deutschen Kammerphilharmonie und den Bremer Philharmonikern sowie einem Gastspiel der Bremer Shakespeare Company soll Geld in die Museumskasse spülen. 1000 Euro für jedes Jahr des Bestehens, insgesamt sollen 100 000 Euro zusammenkommen, sagt der Vereinsvorsitzende Stefan Storch. Drei Privatstiftungen hätten ihre Unterstützung bereits zugesagt. Hinzu kommen die Erlöse aus den Kartenverkäufen, die in einen Fonds fließen. Mit dem Geld soll die jüngste bremische Vergangenheit gezeigt werden, dafür muss die bisherige Dauerausstellung erweitert werden. Bisher endet die chronologische Erzählung der Bremer Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Nach Angaben von Prof. Dietrich Grashoff, Schatzmeister des Vereins, fließen jährlich im Schnitt 110.000 Euro ins Museum, davon entfallen bis zu 40.000 Euro auf die Unterstützung der Museumspädagogik. So können Schulklassen die Führungen durch die bremische Geschichte kostenlos erleben. „Das ist uns ein großes Anliegen, dass die Kinder die Geschichte der Stadt kennen“, sagt Grashoff. Der Jahresmitgliedsbeitrag für einzelne Mitglieder beträgt 45 Euro, für Familien 60 Euro. Bremer Kaufleute gründeten 1912 den Verein.

Das Focke-Museum selbst ist noch ein paar Jahre älter. Im Jahr 1900 gründete der Senatssyndikus Johann Focke das „Historische Museum für bremische Altertümer“. 1924 wurde das Haus mit dem Gewerbemuseum von 1884 zusammengelegt. Nach der Zerstörung des Gebäudes im Zweiten Weltkrieg zog das Museum an den jetzigen Standort mit mehreren Häusern. Teile des Focke-Museums sind seit gut zwei Wochen geschlossen. Das Haupthaus, Haus Mittelsbüren sowie die Tarmstedter Scheune werden saniert. Bremen investiert nach Angaben des Kulturressorts 2,5 Millionen Euro. 

dpa

Stefan Stosch 09.07.2012