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Kultur Weihnachtskonzert mit Juliano Rossi und der Lutz-Krajenski-Big-Band
Nachrichten Kultur Weihnachtskonzert mit Juliano Rossi und der Lutz-Krajenski-Big-Band
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00:15 20.12.2017
Hannover, Lutz Krajenski Big Band meets Juliano Rossi im Pavillon ; (Foto: Christian Behrens) Quelle: Christian Behrens
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Hannover

 Im Juni sei er neugierig geworden, erzählt Oliver Perau im Pavillon: Er habe sich ganz beiläufig an der Kasse erkundigt, ob es denn noch Karten für das Weihnachtskonzert mit Juliano Rossi und der Lutz-Krajenski-Big-Band gebe. Er sei prompt ertappt worden: „Sie sind doch Juliano Rossi.“ Es habe ihn dennoch sehr stolz gemacht, dass so früh nur noch elf Karten verfügbar waren. Vor 14 Jahren legte sich der Hannoveraner Perau, den Künstlernamen Rossi zu, um sein neues musikalisches Projekt deutlich von dem zu unterscheiden, womit er bislang bekannt geworden war – der Rockband Terry Hoax. Als Juliano Rossi sang er ein Album mit Swing- und Jazzstücken ein, Klassikern und Eigenkompositionen.

So war das traditionelle Weihnachtskonzert:

 Schon damals saß Lutz Krajenski am Piano. Der Arrangeur hatte einige Jahre zuvor seine eigene Big Band gegründet. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis alle zusammen 2011 ein erfolgreiches Album veröffentlichten. Die gemeinsamen Songs spielen sie seither in jedem Dezember im ausverkauften Pavillon. Das Publikum erwartet Altbewährtes: Die vertrauten Stücke zum Mitsingen und –swingen, das vertraut hohe Niveau von Band, Arrangements und Gesang und der vertraute Charme Peraus, der als Rossi ganz in seiner Rolle als Entertainer aufgeht. Die Musiker beweisen schon beim Intro, dass sie Timing, Dynamik und einen satten Klang mit großer Spielfreude zu verbinden wissen.

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Rossi federt zu „Let It Snow“ auf die Bühne und lässt schnell vergessen, dass der Klassiker bereits über 70 Jahre alt ist. Bekannten Songs wie „Leaving On A Jet Plane“ von John Denver oder „Riders On The Storm“ von den Doors verpasst er großgestig Tempo und Hochglanz. Dabei geht zwar einiges vom Gefühl der Stücke verloren. Das macht Rossi jedoch durch eine große Leidenschaft für die eigenen Interpretationen wieder wett. Gleichgültig ist ihm nichts in diesem Programm: Weder Lieblingssongs wie „Shake, Shake, Shake“ von Sammy Davis Jr. noch eigene Stücke wie „Oh Fate“. Rossi bringt viel Schwung und Humor mit, die Stimmung ist bestens.

Nur sich selbst nimmt er manchmal ein wenig zu ernst. Vielleicht unterliegt er deshalb im direkten Vergleich mit Robbie Williams, der vor 16 Jahren ebenfalls ein Swing-Album veröffentlichte: Rossis „Mr. Bojangles“ ist stimmlich hervorragend – nur eben etwas angestrengter als das britische Vorbild. Dafür macht Rossis Zusammenspiel mit Krajenski und dessen Band großen Spaß – wie auch die gemeinsame Bandbreite an musikalischen Referenzen.

Eine knappe Woche nach dem Weihnachtskonzert als Rossi legt Perau im Capitol als Perau nach. Dann zeigt er mit Terry Hoax, dass er auch noch ganz anders kann.

 

Am Freitag, 22. Dezember, um 20 Uhr singt Oliver Perau mit der Rockband Terry Hoax im Capitol.

Von Thomas Kaestle

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