Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Kinderspiel des Jahres: So spielt sich „Tal der Wikinger“
Nachrichten Kultur

Kinderspiel des Jahres: So spielt sich „Tal der Wikinger“

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 14.07.2019
Gelungene Mischung aus Geschicklichkeitsspiel und taktischen Anforderungen: „Tal der Wikinger“ ist das Kinderspiel des Jahres. Quelle: Handout
Leipzig

Der Jury gefiel vor allem die gelungene Mischung aus Geschicklichkeitsspiel und taktischen Anforderungen. Denn loslegen kann man hier sofort, und die meisten Kinder wollen das auch.

Auf dem üppigen Spielplan stehen kleine Fässer aus Holz; aus den Ecken schnippt man eine große Kugel dagegen. Das kann erst einmal jeder. Interessant ist aber, was dann passiert.

Oberhalb des Dorfplatzes verläuft ein Steg mit Einlassungen für Spielermarker. Jedes Mal, wenn ein Fass fällt, wird der gleichfarbige Marker bewegt. Landet einer am Ende des Stegs im Wasser, wird eine Rundenwertung ausgelöst.

Üppiger Spielplan: Die Gestaltung trägt bei „Tal der Wikinger“ enorm zum Spielspaß bei. Quelle: Handout

Der Pechvogel geht leer aus; alle anderen bekommen Belohnungen: Man nimmt entweder eine bis vier Goldmünzen aus dem Vorrat, oder man beklaut einen Mitspieler oder gleich alle. Gibt es keine Münzen mehr auf Vorrat, endet die Partie.

Man kann als Erwachsener den Kindern bei einem Lernprozess zusehen: Sie beginnen, die Fässer so anzuordnen, wie es ihnen taktisch klug erscheint. Sie kegeln immer gezielter. Sie überlegen genau, welche Marker sie in welcher Reihenfolge bewegen. „Die Finessen lernt man hier quasi Knall auf Fall“, schreibt die Jury.

Wuchtige Wikingerschiffe für das Spielgefühl

Das Thema stimmt und begeistert Kinder. Der Aufforderungscharakter dieses Werks des französischen Autorenehepaars Wilfried und Marie Fort ist enorm. Dazu tragen auch die wuchtigen Wikingerschiffe bei, in denen man seine Münzen sammelt – regeltechnisch völlig irrelevant, für das Spielgefühl aber enorm wichtig. Gerade bei Kindern lohnt es sich, gestalterisch einen Extraweg zu gehen.

Gut 200 Kinderspiele erschienen im vergangenen Jahrgang, etwa 125 davon schaute sich die Jury genauer an. Zehn landeten schließlich auf der alljährlichen Empfehlungsliste.

Im Rennen um den Preis waren zuletzt noch zwei weitere Titel: zum einen das märchenhaften Lauf- und Merkspiel „Fabulantica“ von Marco Teubner aus dem Pegasus-Verlag und von Jürgen Adams das raffinierte Wettrennen „Go Gecko Go!“. Die Auszeichnungen „Spiel des Jahres“ und „Kennerspiel des Jahres“ werden am 22. Juli in Berlin vergeben.

Wilfried und Marie Fort: „Tal der Wikinger“ Quelle: Handout

Info: Wilfried und Marie Fort: „Tal der Wikinger“. Haba, für zwei bis vier Spielende ab sechs Jahren, etwa 20 Euro.

Von Stefan Gohlisch

Was ist denn da passiert? Die Toten Hosen wildern durch die Musikszene. Die Kult-Band präsentierte in Düsseldorf neu interpretierte Hosen-Klassiker und Cover wie die Rammstein-Ballade „Ohne dich“.

14.07.2019

Er gehört zu den Sängern, die man gleich an der Stimme erkennt: Singer-Songwriter George Ezra erklärt, warum seine Lieder so heiter sind, was er vom Brexit hält – und um wen es in seinem Hit „Hold My Girl“ geht.

13.07.2019

Er schmachtet und rockt diesmal, rappt aber vor allem. Ed Sheerans „No 6 Collaborations Project“ (erschienen am 12. Juli) ist ein Album über Liebe und Arbeit. Stars und Newcomer sind seine Begleiter, wenn er über Herzensdinge und den Job des Troubadours erzählt.

12.07.2019