Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Klimt-Jahr beschert Wiener Museen Besucherrekorde
Nachrichten Kultur Klimt-Jahr beschert Wiener Museen Besucherrekorde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:37 11.12.2012
Besucher betrachten das Gemälde „Der Kuss" von Gustav Klimt bei einer Vorschau zur Ausstellung „150 Jahre Gustav Klimt“ im Belvedere Museum in Wien. (Archiv) Quelle: dpa
Anzeige
Wien

Gustav Klimt hat den Wiener Museen Besucherrekorde beschert. Zum 150. Geburtstag des berühmten Jugendstil-Künstlers (1862-1918) verzeichneten die Ausstellungen und Sonderschauen in seiner Heimatstadt in diesem Jahr einen Publikumsansturm.

So hatte das Leopold Museum während der sechsmonatigen Schau „Klimt persönlich“ über 220.000 Besucher. Dies entspreche einem Plus von 50.000 Besuchern im Vergleichszeitraum des Vorjahres, sagte Museumssprecher Klaus Pokorny.

Anzeige

„Der Kuss“, „Judith“

Die Jubiläumsausstellung „150 Jahre Gustav Klimt“, die noch bis zum 27. Januar 2013 im Oberen Belvedere läuft, verzeichnete seit Juli mehr als 355.000 Besucher. Das Haus mit der größten Klimt-Gemäldesammlung der Welt beherbergt etwa die berühmten Werke „Der Kuss“ oder „Judith“. Zur knapp sechs Monate dauernden Schau „Gustav Klimt/Josef Hoffmann - Pioniere der Moderne“ ins Untere Belvedere schafften es bis März 2012 rund 146.000 Kunstliebhaber.

„Es ist bereits jetzt dank der Klimt-Ausstellungen das eindeutig erfolgreichste Jahr für das Belvedere“, sagte Pressesprecherin Claudia Bauer. Insgesamt rechnet das Haus mit über 1,1 Millionen Besuchern in diesem Jahr, was ein Plus von 200.000 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Beethoven-Fries

Großen Erfolg konnte auch die Secession am Wiener Naschmarkt verbuchen, wo Klimt das monumentale Beethoven-Fries 1902 anfertigte. Bis Ende November zählte man über 116.000 Besucher - ein Plus von 45 Prozent. Die Schau wurde bis 7. April 2013 verlängert.

Ebenfalls länger als geplant (bis zum 6. Januar 2013) bleibt eine eigens angefertigte Installation im Kunsthistorischen Museum stehen: Eine eiserne Brücke wurde dort installiert, um die bis zu zwölf Meter hohen Bilder der „Aug in Aug mit Gustav Klimt“-Ausstellung genau zu betrachten. Seit Mitte März zog es 550 000 Menschen in die Schau.

Auch die Albertina konnte mit ihrer Ausstellung „Klimt - Zeichnung“ zwischen März und Juni punkten. Insgesamt gab es über 178.000 Besucher.

Zahlreiche kleinere Museen und Häuser beschäftigten sich ebenfalls mit dem Künstler. So lockten das Wiener Künstlerhaus, das Museum für angewandte Kunst oder das Wien Museum zahlreiche Besucher. Auch außerhalb der Bundeshauptstadt würdigte man Klimt: Im neu eröffneten Gustav-Klimt-Zentrum in Kammer am Attersee in Oberösterreich gab es seit Juli über 15.000 Besucher.

Mehr zum Thema

Gustav Klimt, der Meister des Wiener Jugendstils, polarisiert auch im Jahr seines 150. Geburtstags. Malerfürst ist er für die einen, Kitschkönig für die anderen.

13.07.2012

Auf Wien reimt sich in diesem Jahr Klimt. Der Jugendstil-Künstler beschert seiner Heimatstadt ein Jubeljahr zum 150. Geburtstag. Alle wollen mitnaschen am goldenen Kuchen.

19.04.2012
Der Norden Künstler kopiert Jugendstil - Osnabrücker malt Hommage an Gustav Klimt

Die Bilder erinnern an die Werke des österreichischen Malers Gustav Klimt. Doch nur die Motive sind von ihm. Gemalt hat die Bilder der Osnabrücker Künstler Harald Kuhn. Seit 2005 kopiert er Gemälde von Klimt. Bis Ende Juli sind seine Repliken in einer Osnabrücker Galerie zu sehen.

08.04.2012