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17:56 05.11.2015
Große Pose: Bullet For My Valentine im Capitol. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Der Auftritt von Bullet For My Valentine zeichnet sich vor allem durch eines aus: Monotonie.

Ausverkauftes Konzert von der Metalcore-Band Bullet For My Valentine im Capitol.

Im ausverkauften Capitol stellt die Band, die gerade durch Europa und bald Nordamerika tourt, ihr fünftes Studioalbum "Venom" vor. Doch bis Matthew Tuck und Jamie Mathias von der Bühne schreien, müssen sich die Fans gedulden. Zwei Vorbands haben die Waliser mitgebracht. Die japanische Rockband Coldrain verlässt bereits nach einer halben Stunde wieder die Bühne. Mehr Ausdauer hat die britische Metalcore-Band While She Sleeps. Frontmann Lawrence Taylor brüllt mit heiserer Stimme. Sein Körper visualisiert die peitschenden Gitarrenriffs und das krachende Schlagzeugtrommeln: Eine Stunde lang headbangt er mit seinen langen Haaren und bewegt sich wild mit freiem Oberkörper im hastigen Takt der Musik. Das Publikum zieht er auf seine Seite. Vor der Bühne springen die Zuschauer, der Rest streckt seine zur "Pommesgabel", das typische Handzeichen auf Metal-Konzerten, geformte Faust in die Luft.  

Danach, kurz nach 22 Uhr, ist es dann endlich so weit: Bullet For My Valentine betreten die Bühne. "Tell me why I feel like there's no way out", singt Tuck im Song "No Way Out", mit dem er das Konzert eröffnet. Er schreit und singt darüber, dass er nicht vor sich selbst weglaufen kann, auch wenn er das gern würde. Statt sich aber zu bewegen, bleibt er das ganze Konzert über stumpf vor seinem Mikrofon stehen. Hin und wieder geht er ein paar Schritte oder streckt seinen Arm nach oben, um das textsichere Publikum anzuheizen. Von der Kraft, die die Musik der Band transportiert, ist auf der Bühne nichts zu sehen. Nur die Lichtshow blitzt heftig. "You guys are fucking amazing", lobt Tuck das Publikum mit einer Floskel, die man wahrscheinlich auf jedem Konzert der Band hört.

Nach etwas über einer Stunde verabschiedet sich Bullet For My Valentine mit Winken. Dazu wird vom Band "We are the Champions" von Queen gespielt. Nach dem heutigen Konzert sind sie das wohl eher nicht.

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