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Kultur Konzertabsagen nach Terror in Paris
Nachrichten Kultur Konzertabsagen nach Terror in Paris
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15:39 16.11.2015
Prince hat seine Europa-Konzerte vorerst abgesagt. Quelle: dpa
Frankfurt/Hannover

Die amerikanische Band Eagles of Death Metal hat nach dem Massaker bei ihrem Auftritt in der Pariser Konzerthalle ihre Europa-Tournee endgültig abgebrochen. Die Band trauert um ihren Musikmanager Nick Alexander, der bei dem Anschlag getötet wurde. Konzertveranstalter Marek Lieberberg teilte mit, dass die Tickets zurückerstattet werden. Auch Bands wie U2, Motörhead, die Foo Fighters und das britische Pop-Trio Years & Years sagten Gigs in Paris und anderswo ab.

Prince hätte am 24. November ein Konzert in Wien gegeben. "Aufgrund der tragischen Ereignisse in Paris hat sich der Tourveranstalter entschlossen, die Europa-Tournee bis auf Weiteres zu verschieben", heißt es nun auf der Homepage des Wiener Konzerthauses.

U2 will Auftritte nachholen

Bei beispiellosen Attentaten in Paris töteten Terroristen am Freitagabend viele Dutzend Menschen, allein in der Konzerthalle Bataclan gab es etwa 90 Tote. Die irische Band U2 hatte ihre für Samstag und Sonntag (14./15.11.) in Paris geplanten Konzerte sofort abgesagt. "Wir sind am Boden zerstört angesichts der Toten beim Eagles-of-Death-Metal-Konzert", hieß es auf der Internetseite der Gruppe. Die Auftritte sollen nachgeholt werden.

Die amerikanische Rockband Foo Fighters brach ihre Europatournee ab. Eigentlich wollte sie nach einem Konzert am Samstag in Turin an diesem Montag (16.11.) in Paris und dann noch in Lyon und Barcelona spielen. Die britische Heavy-Metal-Band Motörhead sagte ein für Sonntag (15.11.) geplantes Konzert in der französischen Hauptstadt ab. Der Gig werde auf Januar verschoben, schrieben die Musiker bei Facebook. Das britische Pop-Trio Years & Years ("King") strich kurzfristig einen für Montag (16.11.) geplanten Auftritt in Paris. "Unsere Liebe und Gedanken sind bei den Familien und Menschen, die betroffen sind."

"Für Terrorismus ist keiner von uns gewappnet"

Konzertveranstalter Lieberberg sieht nun Sicherheitsbehörden und Gesellschaft gefordert. "Wir haben ausreichende Sicherheitsvorkehrungen in einer normalen Situation. Für eine terroristische Situation ist keiner von uns gewappnet, und zwar in keinem Bereich des öffentlichen Lebens", sagte Lieberberg. "Wir können uns nicht mit bloßen Händen oder Metalldetektoren gegen Kalaschnikows oder Bomben zur Wehr setzen."

Sollte es Hinweise geben, dass ein Konzert gefährdet sei, müsse die Polizei für ausreichend Schutz sorgen. "Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass sich ein Ordner einem islamistischen Terroristen entgegenstellt, der mit einer feuernden Kalaschnikow auf ihn zurennt. Das ist doch verrückt", sagte Lieberberg.

Depeche-Mode-Konzert nach dem 11. September

Nach der jüngsten Terrorwelle in Paris Konzerte abzusagen hält, Lieberberg für den falschen Weg. Am Abend der Anschläge in den USA vom 11. September 2001 habe er zusammen mit Depeche Mode entschieden, ein Konzert stattfinden zu lassen. "Das war ein sehr trauriger Abend. Auf der anderen Seite hat es demonstriert, dass wir uns die Freiheit, die unser Leben auszeichnet, nicht nehmen lassen."

Popstar Madonna gab bei einem Konzert in Stockholm am Samstag zu, über eine Absage dort nachgedacht zu haben. In einer emotionalen Rede rief sie dann aber dazu auf, sich von Terroranschlägen nicht zum Schweigen bringen zu lassen. Paris steht am 9. und 10. Dezember auf ihrem Tourenplan.

dpa/so

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