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Kultur „Die Unfassbaren“ auf magischer Diebestour
Nachrichten Kultur „Die Unfassbaren“ auf magischer Diebestour
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23:56 11.07.2013
Foto: In „Die Unfassbaren“ gehen vier Magier auf Diebestour.
In „Die Unfassbaren“ gehen vier Magier auf Diebestour. Quelle: Concorde
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Berlin

Seit den Zeiten, als auf den Jahrmärkten die ersten Projektoren ratterten, war das Kino immer der Ort der Illusionen. Das Geschehen auf der Leinwand empfanden die Zuschauer oft als reine Zauberei. Von dieser Magie lebt auch der Thriller „Die Unfassbaren – Now You See Me“ von Actionspezialist Louis Leterrier („Der unglaubliche Hulk“), der in den USA schon mehr als hundert Millionen Dollar eingespielt hat.

Das bisweilen überdrehte, aber oft verblüffende Katz-und Maus-Spiel zwischen einem Quartett von Magiern und zwei Polizisten entpuppt sich als hochtourig angelegtes Popcornkino mit hohem Spaßfaktor und einer ganzes Riege von Stars, darunter Michael Caine und Morgan Freeman. Logik und Plausibilität sind allerdings nicht gerade die Stärken dieser wilden Mischung aus „Ocean’s Eleven“ und einer Show von David Copperfield.

Vier Zauberlehrlinge, die sich bald zu Meistern mausern, drehen spektakuläre Coups und verschenken die Beute. Der Anführer dieser magischen Viererbande ist der großspurige Kartentrickser Daniel Atlas (Jesse Eisenberg, „The Social Network“), ein quirliger Tausendsassa. „Als ich mit dem Zaubern angefangen habe, habe ich viel seltener an meinen Nägeln gekaut als sonst. Die Hände sind mit etwas beschäftigt und man konzentriert sich auf eine bestimmte Sache. Das war sehr beruhigend“, erzählte Eisenberg in einem Interview über die Dreharbeiten. „Ich habe so viel wie möglich geübt. Mir war klar: Das erfordert Training rund um die Uhr. Einige kleine Tricks konnte ich am Ende richtig gut“.

Dem wuseligen Leitwolf zur Seite stehen Woody Harrelson, der sehr überzeugend und mit durchdringendem Blick einen Mentalisten und Hypnotiseur spielt. Isla Fisher kann man als Entfesselungskünstlerin bewundern, die sich aus einem Wassertank mit Piranhas befreit, und Dave Franco besticht als Taschendieb mit Fingerfertigkeit. Dem Quartett das Handwerk legen wollen der FBI-Agent Rhodes (Mark Ruffalo) und seine französische Kollegin Alma (Mélanie Laurent), die sich aber permanent selbst beharken und dann doch näher kommen. Als Krönung dieses illustren Ensembles fungieren Michael Caine als aalglatter Geschäftsmann und Morgan Freeman als pensionierter Illusionist mit Schlapphut und Goldohrringen. Ganz zauberhaft.

Mehr hochkarätige Darsteller geht eigentlich nicht, und damit trifft man die Zauberformel für diesen Film schon ziemlich gut. Mit geballter Starpower, spektakulären Locations wie Las Vegas, New Orleans und New York sowie immer neuen, irrwitzigen Drehbuchwendungen, die zum Ende hin reichlich konstruiert wirken, rast Leterriers magische Achterbahnfahrt auf ihr Finale zu. Man muss sich schon auf diese bisweilen irrwitzige Ästhetik der Überbietung einlassen, sonst kommt man vielleicht auf die Idee, dass hier mit ein paar Tricks zu viel gearbeitet wurde.  

dpa
 

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