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Kultur „Rush“ zeigt menschliche Kollisionen
Nachrichten Kultur „Rush“ zeigt menschliche Kollisionen
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23:14 03.10.2013
In „Rush – Alles für den Sieg“ spielen Chris Hemsworth (links) und Daniel Brühl die Formel-1-Legenden James Hunt und Niki Lauda. Quelle: Universum
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Hannover

Der eine ist ein Partyboy – großspurig, charmant, lebenssprühend. Er qualmt und säuft und lässt privat nichts anbrennen. Auch auf der Rennpiste geht er geradezu lustvoll jedes Wagnis ein. Der andere ist ein genauer Motor-Arbeiter – kühl, distanziert, nüchtern. Er lebt in einer soliden Ehe, kalkuliert jedes Risiko genau und ist trotzdem ein brillanter Rennfahrer, wenn er das Gaspedal durchdrückt.

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Der eine ist James Hunt (Chris Hemsworth), der andere Niki Lauda (Daniel Brühl). Immer wieder sind diese beiden Kontrahenten in der Formel 1 aufeinandergetroffen – bis der Österreicher Niki Lauda 1976 auf dem Nürburgring in die Leitplanke raste und schwer verletzt wurde.

US-Regisseur Ron Howard („The Missing“) findet für dieses Duell unter ungleichen Männern dramatische Situationen, die nicht nach Bilderbuch aussehen, und menschliche Kollisionen, die nicht in Soap-Verdacht geraten. So wird „Rush – Alles für den Sieg“ zu einem Thriller , der nicht allein Formel-1-Fans gefallen dürfte.

Es war eines der aufregendsten Duelle der Formel-1-Geschichte: Hunt gegen Lauda. Regisseur Ron Howard entwirft daraus das Motorsport-Drama „Rush“ mit Daniel Brühl und Chris Hemsworth als Rivalen. Ein cineastisches Risiko, das aufgeht.

Aber auch die Rennen sind ansehnlich inszeniert. Allerdings schafft es Howard dabei nicht ganz, an die beklemmende Suggestion von John Frankenheimers vergleichbar gelagertem Film „Grand Prix“ (1966) anzuknüpfen.

Alles in allem: gelungenes Unterhaltungskino mit einem brillanten, unterkühlten Daniel Brühl als Lauda.

mma

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